Romanverfilmung

"Fifty Shades of Grey": ein bisschen schwülstig, ein bisschen langweilig

von Andreas Fischer

Die Verfilmung der Bestseller-Romane "Fifty Shades of Grey" ist reichlich züchtig geworden. Das ZDF wiederholt den ersten Teil am Montagabend.

ZDF
Fifty Shades of Grey
Drama • 20.04.2020 • 22:15 Uhr

Millionen Leser in aller Welt verfolgten in der Romantrilogie von E. L. James, wie sich die schüchterne Studentin Anastasia Steele (Dakota Johnson) auf eine Affäre mit dem jungen Millionär Christian Grey (Jamie Dornan) einlässt. Bondage, SM, Dominanz: Der erotische Teil ihrer Beziehung wird von den besonderen Vorlieben des Unternehmers geprägt, dem die unterwürfige Bewunderung Anas sehr zupass kommt. Die Erotik ist im ersten "Fifty Shades of Grey"-Film (2015), den das ZDF nun erneut zeigt, allerdings äußerst züchtig inszeniert. Und ein bisschen schwülstig. Und ein bisschen langweilig.

Gestöhnt wird nur leise, Gefühlsausbrüche gibt es nicht. Anastasia lässt sich mit Geschenken überhäufen und fällt willfährig wie ein Backfisch in die muskulösen Arme des starken Mannes. Warum sich das kluge Mädchen selbst aufgibt, erfährt man nicht. Sie unterwirft sich ganz einfach. Zwei Stunden lang versucht Christian sie zu überreden, einen Vertrag über sexuelle Abhängigkeit zu unterschreiben.

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Anastasia staunt über Christians Auto, über Christians Penthouse, über Christians Hubschrauber. Anastasia hofft auf die große romantische Liebe. Christian Grey hingegen will nicht lieben, sondern nur Sex. Zwei Stunden lang plaudern die beiden über die unterschiedlichen Vorstellungen ihrer Beziehung, bleiben dabei oberflächlich und wiederholen sich. Was am Ende von "Fifty Shades of Grey" bleibt, sind schöne Menschen, schicke Autos aus Ingolstadt und eine Menge MacBooks.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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