"Tatort"-Star

Nora Tschirner litt an Depressionen: Schauspielerin war in einer Klinik

Als Schauspielerin ist Nora Tschirner meistens in ziemlich lustigen Rollen zu sehen, wie zum Beispiel im Weimarer "Tatort". In einem Podcast sprach sie nun über ein dunkles Kapitel in ihrer Vergangenheit.

Bei ihren öffentlichen Auftritten erscheint Nora Tschirner immer als muntere Quasselstrippe, die selten ein Blatt vor den Mund nimmt. In dem Podcast "Hotel Quarantäne" mit Moderator Matze Hielscher zeigte sie nun eine andere Seite und sprach offen über ihre Depressionen.

Die "Tatort"-Kommissarin erinnerte sich, wie sie zum ersten Mal im Biologieunterricht von der Existenz dieser Krankheit gehört hatte: "Damals war mir noch völlig unklar, was das sein soll. Nicht viele Jahre später erfuhr ich am eigenen Leib, was das ist. Ich konnte da sozusagen im Selbstversuch mitkriegen, was depressive Verstimmungen sind." Letztlich sei sie sogar in einer Klinik gelandet.

HALLO WOCHENENDE!
Interviews, TV-Tipps und vieles mehr: Zum Start ins Wochenende schicken wir Ihnen jeden Freitag unseren Newsletter aus der Redaktion.

Im Folgenden berichtete die 38-Jährige von ihrer Therapie und wie sich diese anfühlte: "Ich weiß noch, als ich das erste Mal in Therapie gegangen bin, dass ich wirklich Angst hatte, ich würde mich auflösen". Sich überhaupt dorthin zu begeben, sei die Hürde, erklärte sie. Tatsächlich gleiche die Therapie einem Blick in ein großes, dunkles Fass, in welchem sich das "eigene Ich, die eigenen Ängste, die ganzen unbearbeiteten Emotionen" befänden. "Viele Leute verbringen ihr Leben damit, dass dieses Fass hinter ihnen steht und tun, als gäbe es dieses Fass nicht. Sich umzudrehen und mal hinzugucken, ist eigentlich der Schritt, wenn man eine Therapie anfängt".

Am Ende habe ihre eigene Erfahrung dabei geholfen, sie für das Thema im Freundeskreis zu sensibilisieren. Mittlerweile habe sie viele Leute davon überzeugen können, selbst in Therapie zu gehen. Tschirner fürchtet in diesem Zusammenhang auch die Auswirkungen der Coronakrise: "Wenn wir es jetzt nicht hinkriegen, mit unseren Ängsten umzugehen und sie zu entdecken und zu zähmen, bevor hier bestimmte Zahlen von Todesfällen und wirtschaftliche Problemen auftreten, dann kann es sein, dass uns das zusätzlich noch mal sehr um die Ohren fliegt."


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
Das könnte Sie auch interessieren