Werbung, nichts als Werbung – FIA-Präsident Jean Todt hatte in einem Interview mit "Welt am Sonntag" seiner Wut über die Formel-1-Ausstrahlungen von RTL Luft gemacht. So sagte er, dass er zum "maximal frustriertesten Fernsehzuschauer" werde, weil der Sender ihm mehr Werbung als tatsächliche Sportübertragung serviere.

Gegen diesen Vorwurf wehrt sich nun der Kölner Sender. So kontert Sport-Chef Manfred Loppe: "Seit 1991 übertragen wir nun die Formel 1, das Geschäftsmodell ist seither immer das Gleiche geblieben. Wir sind nicht beitragsfinanziert und deshalb müssen wir unser Geld durch Werbung verdienen."

Zudem gehe Todts Rechnung nicht auf: "Der Gesetzgeber schränkt die Dauer von Werbung übrigens auf maximal zwölf Minuten pro Stunde ein." Loppe betont, dass die Zuschauerzahlen in diesem Jahr deutlich angestiegen seien. Zudem sei "RTL erst vor zwei Jahren im Rahmen einer FIA-Gala zum wiederholten Male als 'Broadcaster of the Year' ausgezeichnet" worden.


Quelle: teleschau – der Mediendienst