Die Sommerfrische des Adels an der romantisch zerklüfteten Atlantikküste gilt als beliebter Hintergrund für rührselige Fernsehgeschichten. Dabei kann aus Normandie, Kostümen und Fischerdörfchen durchaus auch ein komödiantisches und kritisches Krimi-Spektakel gestrickt werden, wie Bruno Dumonts "Die feine Gesellschaft" beweist.

Letztere genießt in dem sehenswerten Werk des französischen Autorenfilmers die Meeresfrische, als plötzlich mehrere Menschen verschwinden. Verdächtigt wird ein Fischermann, dessen Sohn Lümmel (Brandon Lavieville) eine Liebesaffäre mit Billie (Raph), einer Tochter der wohlhabenden Adelsfamilie van Peteghem, beginnt.

Als eines Tages auch die junge Frau abhanden kommt, beginnt das Fass aus klassischen Krimikonflikten und Klassengegensätzen überzulaufen. Wunderbar zugespitzt bringt die Komödie nach dem Motto "Eat the Rich" am Schluss gar noch Kannibalismus ins Spiel.


Quelle: teleschau – der Mediendienst