Giuliana Farfalla ist im April 1986 als Pascal Radermacher zur Welt gekommen. Nur wenige Jahre später habe sie schon gemerkt, dass sie im falschen Körper geboren wurde. Als Kandidatin im Dschungelcamp hat sie ihren Mitstreitern nun von ihrer schwierigen OP und ihrem größten Wunsch erzählt.

Es solle einfach alles ganz normal sein, sagte Giuliana irgendwann zu Natascha Ochsenknecht und Jenny Frankhauser. Aber so war und so ist es offenbar nicht. Noch immer werde sie aufgrund ihrer Wandlung vom Mann zur Frau angefeindet und noch immer würden Leute mit dem Finger auf sie zeigen. "Ich bin durch die Hölle gegangen", fasste sie im Gespräch am Lagerfeuer sitzend zusammen und obwohl sie nur so ungern über das Thema rede, sprach sie offen über ihren Weg zur Frau.

"Die OP war echt heftig"

Die OP sei "echt heftig" gewesen und eine Korrektur müsse nun noch erfolgen. Doch: "Ich habe Angst davor. Nach der ersten Operation habe ich jeden Tag im Bett gelegen, es hat jeden Tag geblutet und meine Mama und meine ganze Familie haben am Bett geweint", berichtet Giuliana. "Die Ärzte haben gesagt, dass wir abwarten müssen, ob es sich verbessert. Ich habe künstliches Blut bekommen, war vollgepumpt mit Medikamenten, konnte nicht richtig reden, nicht essen und nicht aufs Klo gehen."

Nach 14 Tagen im Krankenhaus habe sie dann "auf eigene Gefahr hin" entschieden, die Klinik in Freiburg zu verlassen, um am Finale der Casting-Show "Germany's Next Topmodel" teilnehmen zu können. Jetzt, knapp ein Jahr nach ihrem elften Platz, sei "alles super". Es sehe schon toll aus, aber eben nicht perfekt. Deshalb müsse eben noch diese ein Korrektur erfolgen, "denn sie können nicht alles mit einer Operation machen."

Der Wunsch nach "Akzeptanz" und ein Geheimnis

Für die Zukunft wünsche sie sich jetzt vor allem "Akzeptanz", so Giuliana, ehe sie ganz nebenbei auch noch ein Geheimnis verriet: "Mit einem Mann habe ich noch nie geschlafen, weder davor noch danach."