Eigentlich ist das Ostseestädtchen Schwanitz ja noch ein Stückchen von der heilen Welt. Da gibt die Tierarzthelferin Jule Christiansen (Marleen Lohse) schon mal Medikamente umsonst aus, wenn Herrchen oder Frauchen sich die Behandlung ihrer Liebsten nicht leisten können. Als der ortsansässige Jäger aber vom Hochsitz geschossen wird und ins Koma fällt, wird sie wieder sichtbar, die unschöne, schmutzige Seite des Idylls.

Tierarzt und Ex-Polizist Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) und Dorfpolizistin Lona Vogt (Henny Reents) finden bald heraus, dass das Opfer in der ganzen Gegend ziemlich unbeliebt war. Ein Geizhals soll er gewesen sein, Frauen belästigt haben und Hunde erschossen. Vor allem Familie Jansen hat noch eine Rechnung mit ihm offen.

Und während die Bestatter im Ort darauf hoffen, dass der unbeliebte Jäger doch bald das Zeitliche segnen möge, trifft sich die Tochter des waidwunden Jägers heimlich mit dem Sohn der verfeindeten Familie – waren Romeo und Julia von Schwanitz etwa die Schützen?

Wie immer in der sympathischen "Nord bei Nordwest"-Reihe steht auch in Film sechs, der auf den Titel "Waidmannsheil" hört, aber etwas anderes als der zu lösende Fall im Vordergrund. Holger Karsten Schmidt, der erneut das Buch schrieb, lässt Tierarzt Hauke diesmal zwischen zwei Frauen hin- und herschwanken. Und er beleuchtet einmal mehr genüsslich, aber ohne sie der Lächerlichkeit preiszugeben, seine urigen, nordisch-kauzigen Charaktere.


Quelle: teleschau – der Mediendienst