In fünf Staffeln spielte Kevin Spacey die Rolle des skrupellosen Politikers Frank Underwood in der Netflix-Serie "House of Cards". Dann wurden Anschuldigungen der sexuellen Belästigungen laut. Netflix beendete die Zusammenarbeit mit Spacey. Nun verriet der Streaming-Anbieter, was mit Frank Underwood passiert.

Nicht nur in privater Hinsicht geht es für den Schauspieler Kevin Spacey ("Sieben") aktuell bergab, sondern offenbar auch für seine Figur Frank Underwood in der Netflix-Hitserie "House of Cards". Genauer gesagt geht es für den fiktiven Politiker dem Anschein nach sogar exakt sechs Fuß tiefer. Wie ein Teaser zur finalen Staffel nun enthüllte, hat der Charakter in der kommenden sechsten Season bereits das Zeitliche gesegnet. In fünf vorherigen Staffeln verkörperte Spacey den skrupellosen amerikanischen Politiker und späteren Präsidenten.

Dass Spacey nun in der finalen sechsten Staffel nicht mehr zum Cast des Politthrillers gehört, kommt nicht von ungefähr. Im Oktober 2017 erklärte Darsteller Anthony Rapp ("Star Trek: Discovery"), dass Spacey ihn vor mehreren Jahren sexuell belästigt habe – zum Zeitpunkt der vermeintlichen Tat war Rapp erst 14 Jahre alt. Weitere Anschuldigungen von anderen Männern folgten. Dies führte dazu, dass Netflix die Zusammenarbeit mit dem Mimen sofort beendete.

Auch Regisseur Ridley Scott trennte sich vom zur persona non grata degradierten Spacey: Für sein Thrillerdrama "All the Money in the World" ließ er den Darsteller sogar komplett durch Christopher Plummer ersetzen, obwohl der Film bereits abgedreht war. Erst kürzlich startete die Biografie "Billionaire Boys Club" mit Spacey in einer Nebenrolle katastrophal in den amerikanischen Kinos. Beschämende 126 US-Dollar spielte das mit Ansel Elgort, Taron Egerton und Emma Stone eigentlich prominent besetzte Werk am Startwochenende ein.

Die neuen Episoden von "House of Cards" sind ab 2. November auf Netflix verfügbar – allerdings nicht in Deutschland. Hierzulande hatte sich Sky bereits vor Jahren die Ausstrahlungsrechte an der Serie des Streaminggiganten gesichert und darf daher das Format immer zuerst ausstrahlen. Dabei ist voraussichtlich wie eh und je Geduld gefragt, denn bislang veröffentlichte Sky die neuen Staffeln immer erst rund ein halbes Jahr nach US-Release in Deutschland. Erst einige Monate später darf dann auch der Mutterkonzern Netflix sein eigenes Format selbst anbieten.


Quelle: teleschau – der Mediendienst