"Die Höhle der Löwen" ist zurück. Und die erste Folge der VOX-Show hatte es in sich. Um einen Deal an Land zu ziehen, schlossen sich die Investoren in Teams zusammen. Frisörmeister Frank Brormann verdrehte den Löwen mit seinem "Calligraphy Cut" den Kopf.

Mit seinem Produkt, das der 53-Jährige als nichts weniger als eine Revolution des Haareschneidens ankündigte, überzeugte der Gründer vier von fünf Löwen. Judith Williams, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl und Carsten Maschmeyer waren hin und weg. 

Doch was ist das Besondere an dem "Calligraphy Cut"? Der Frisörmeister erklärte es so: Anders als bei einer Schere werden die Haare immer im 21-Grad-Winkel abgeschnitten. Damit werden sie angeblich elastischer, weicher und der Schnitt hält länger. "Ich finde das geil und das kann im Grunde genommen ein Milliardenbusiness werden", sagte Thelen und bot 500.000 Euro für 25 Prozent Firmenanteile (Brormann wollte ursprünglich 20 Prozent abgeben). Auch Judith Williams stieg ein, bot dasselbe wie Thelen.

Dann der große Auftritt von Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhrl. Die beiden steckten die Köpfe zusammen und einigten sich auf eine gemeinsame Investition. "Wir geben Ihnen insgesamt eine Million für 25 Prozent. 500.000 stecken wir in Fernsehwerbung und Plakate und 500.000 Cash", sagte Maschmeyer. Ein Angebot, das der Gründer kaum ausschlagen konnte. Doch das letzte Wort war noch nicht gesprochen. Denn nun paktierten auch Thelen und Williams. Sie boten Brormann gemeinsam eine Milllion Euro für 25 Prozent Firmenanteile. Die Beauty-Expertin und der Software- und Multimedia-Fachmann – diese Kombination überzeugte den Gründer, der den Deal annahm.

Welche Deals kamen in Folge 1 noch zustande?

Ebenfalls einen starken Eindruck bei den Gründern hinterließ der erst 20 Jahre alte Erfinder Tobias Gerbracht mit seinem Produkt "Catch>>UP”, einem Aufsatz für Staubsauger. Schnell verschwinden kleine Teile wie z. B. Schmuck, Schrauben, Münzen oder Spielzeug auf Nimmerwiedersehen im Staubsaugerbeutel. "Catch>>UP” dagegen fängt Kleinteile auf, bevor sie in den Staubbehälter gelangen können. Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer boten die geforderten 100.000 Euro für 35 Prozent Firmenanteile. Der junge Gründer entschied sich für Dümmel.

Der Pitch von Florian Nübling und Tiziana Kleine, die ihr Produkt "Volatiles" vorstellten, überzeugte Carsten Maschmeyer. Für die leuchtenden Mosaikwände sah er einen Markt im internationalen Luxus-Segment. Maschmeyer bot 500.000 Euro für 20 Prozent Firmenanteile, die Gründer akzeptierten nach längerer Beratung das Angebot.

Im Nachgang der Sendung platzte allerdings der Deal, wie Maschmeyer bei Twitter mitteilte. "Auf die Einzelheiten möchte ich nicht eingehen, nur so viel sei gesagt: Letztendlich konnten Herr Maschmeyer und ich uns nicht einigen. Wir haben nicht zueinander gefunden", erklärte Florian Nübling im Interview mit dem Magazin "Gründerszene".

Wer fuhr ohne Deal nach Hause?

Julia Huthmann legte mit ihrem Produkt "Jacky F." – das eingelegte Fruchtfleisch der Jackfruit in Dosen, das sich dank der fleischähnlichen Konsistenz zu Frikadellen, Geschnetzeltem oder Curry verarbeiten lässt – zwar einen guten Pitch hin, wollte aber nicht so viele Firmenanteile abtreten, wie gewünscht.

Die jungen Gründer von "Swedish Fall", die Kleidung für Cheerleader herstellen, schafften es nicht, den Löwen ein Angebot zu entlocken. Den Investoren war die Nische dann doch etwas zu klein.