Noch ein letztes Mal ermitteln "Hubert und Staller" Seite an Seite. Das 90-minütige Special "Eine schöne Bescherung", das am Mittwoch, 19. Dezember, zur Primetime gesendet wird, markiert das Ende einer Ära: Nach diesem Film ist nur noch ein Teil übrig von dem Chaos-Duo, das seit 2011 kongenial durch eine der beliebtesten Heimatkrimiserien gestolpert ist.

Bekanntlich steigt Schauspieler Helmfried von Lüttichau, der den schlacksigen Provinzpolizisten Johannes Staller verkörperte, auf eigenen Wunsch aus, während Christian Tramitz alias Polizeiobermeister Franz Huber in Wolfratshausen allein weitermachen wird. "Hubert ohne Staller" heißt folgerichtig der neue Titel der alten Serie. Los gehen soll es am 9. Januar wie gehabt mittwochs, 18.50 Uhr, im Ersten. Jetzt ist klar, wie die neue Hackordnung im Revier aussehen wird – auf die Fans warten mindestens zwei große Überraschungen.

Zunächst steht eine Degradierung an: Der bisherige Chef Reimund Girwidz (Michael Brandner) verliert seinen Dienstgrad als Polizeirat. Er muss fortan auf Streife gehen – man kann sich vorstellen, wie sehr den eitlen Girwidz das schmerzen muss. Zweite Neuerung – und gewiss nicht minder qualvoll für die Herren Polizisten im Fünfseenland: Eine Frau wird der Chef! Die Revierleitung liegt künftig in den Händen von Sabine Kaiser (Katharina Müller-Elmau). Mit der jungen Polizistin Rebecca Jungblut (Jeanne Goursaud) soll frischer Wind ins Team kommen, dem weiterhin Martin Riedl (Paul Sedlmeir) angehört. Susu Padotzke als Pathologin Dr. Caroline Fuchs, Hannes Ringlstetter als Yazid und Monika Gruber als Barbara Hansen sind ebenfalls noch regelmäßig mit von der Partie.

Als Helmfried von Lüttichau seinen Ausstieg bekanntgab, war dies ein Schock für die Fans. Zuletzt hatte sich bei dem 61-Jährigen offenbar Frust über die Fließbandarbeit angestaut, wie er im Interview mit der Agentur teleschau durchblicken ließ. "Irgendwann spürte ich, dass ich an eine Grenze komme, weil sich die Kreativität in der Arbeit an 'Hubert und Staller' erschöpft hat", sagte Helmfried von Lüttichau nach seinem Ausstieg. "Das Spielen dieser Rolle wurde eben doch in gewisser Weise zur Routine. Und dafür bin ich einfach zu neugierig auf andere Dinge."

Außerdem liebt Helmfried von Lüttichau Veränderungen: "Ich möchte es offenbar immer wieder wissen", unterstrich er. Er "spüre die Befreiung schon jetzt", erklärte Helmfried von Lüttichau im Interview. "Obwohl ich gelegentlich auch traurig bin. An manchen Tagen fühlt es sich für mich so an, als wäre ein guter Freund gestorben. Ich bin also durchaus zwiegespalten. Aber ich weiß trotzdem schon, dass es für mich genau die richtige Entscheidung war."


Quelle: teleschau – der Mediendienst