Es war ein Schock für viele Fans: Helmfried von Lüttichau, der seit 2011 den schlacksigen Provinzpolizisten Johannes Staller in der ARD-Serie "Hubert und Staller" spielte, hat die Erfolgsproduktion verlassen. Zuletzt hatte sich bei dem 61-Jährigen offenbar Frust über die Fließbandarbeit angestaut, wie er im Interview mit der Agentur teleschau durchblicken ließ.

"Irgendwann spürte ich, dass ich an eine Grenze komme, weil sich die Kreativität in der Arbeit an 'Hubert und Staller' erschöpft hat", sagt Helmfried von Lüttichau nach seinem Ausstieg. "Das Spielen dieser Rolle wurde eben doch in gewisser Weise zur Routine. Und dafür bin ich einfach zu neugierig auf andere Dinge." Außerdem liebt Helmfried von Lüttichau Veränderungen: "Ich möchte es offenbar immer wieder wissen", unterstreicht er.

Seinen Schauspielerkollegen lässt er alleine zurück. Christian Tramitz bleibt der Serie, die künftig unter dem Titel "Hubert ohne Staller" fortgeführt wird, treu. Anlass für Streit bei den langjährigen Partnern? "Nein", sagt von Lüttichau über die Reaktion von Christian Tramitz. "Irgendwie hatte ich den Eindruck, er respektiert das. Er hat mir allerdings klargemacht, dass er die Arbeit pragmatischer sieht. Deswegen geht die Serie ja auch weiter. Mich freut das im Grunde. Ich will ja niemandem den Arbeitsplatz kaputt machen." Das Loslassen fiel Helmfried von Lüttichau selbst nicht ganz leicht. "Staller ist schon ein bisschen meine Lebensrolle. Sie hat so viel von mir."

Im Winter wird es noch einen abschließenden 90-Minüter mit "Hubert und Staller" geben. Der Dreh wurde kürzlich abgeschlossen. Er "spüre die Befreiung schon jetzt", erklärt Helmfried von Lüttichau im teleschau-Interview. "Obwohl ich gelegentlich auch traurig bin. An manchen Tagen fühlt es sich für mich so an, als wäre ein guter Freund gestorben. Ich bin also durchaus zwiegespalten. Aber ich weiß trotzdem schon, dass es für mich genau die richtige Entscheidung war."


Quelle: teleschau – der Mediendienst