Wenn Hartz IV-Familie, gierige Vermieter und Weihnachten zusammentreffen: Mit "Alpha-Kevin allein zu Haus" liefert das Bohemian Browser Ballett eine schöne Persiflage des Klassikers.

"Verpiss dich, du Hurensohn-Bastard!" – Die Schimpftiraden, die der Pubertierende beim Zocken austeilt, sind nicht zimperlich. Kevin heißt der Jugendliche, und er ist Titelgeber des neuen Sketches vom "Bohemian Browser Ballett", das einen Weihnachtskomödienklassiker neu interpretiert. In der anderthalbminütigen Satire "Alpha-Kevin allein zu Haus" persiflieren die Internet-Comedians eine HartzIV-Familie, die – wie im Vorbild "Kevin allein zu Haus" – zu Weihnachten wegfährt und den eigenen Sohn dabei vergisst.

Für die Hauptrolle der Mutter konnte man ein überaus prominentes Gesicht gewinnen: Jenny Elvers gibt in der "Deutschen Weihnachtsgeschichte" die besorgte Mama, die vor lauter Schreck den Fernbus anhalten will. Auf die Frage des Busfahrers, was denn schon passieren solle, entgegnet sie: "Er ist ein Kevin!". Parallel hecken die Vermieter der Familie einen Plan aus: "Diese Assifamilie will einfach nicht ausziehen – denen stellen wir jetzt Wasser und Heizung ab, als kleines Weihnachtsgeschenk". Schließlich will das Haus – so der kritische Unterton – luxussaniert werden.

Doch es kommt wie es kommen muss: Kevin vertreibt die Eindringlinge mit Shooter-Geräuschen auf der Playstation, CD-Scherben und einer rutschigen Marinade aus Wurstscheiben und Energy-Drinks. "Gestern war er noch ein Kevin – heute wird er zum Ehrenmann", endet das im Internet abrufbare, sehr amüsante Filmchen des ARD- und ZDF-Portals funk.


Quelle: teleschau – der Mediendienst