Olli Dittrich bereichert das vorweihnachtliche ARD-Programm auch in diesem Jahr mit einer "Mockumentary" aus der ach so glitzernden Welt der Stars. In "Trixie Nightmare – der tiefe Fall der Trixie Dörfel" ist der Lack, den wir schon lange im Verdacht hatten, von eher minderer Qualität zu sein, tatsächlich ab.

Noch vor einem Jahr feierte Dittrich in der Maske der Trixie Dörfel Weihnachten. Mit allem was dazugehörte: Kochrezepte und nachfolgende Diäten, ein Weihnachtssong und sogar die echte Stefanie Hertel, die den bösen Spaß aus der ihr so vertrauten Welt mitmachte. Ein Jahr später ist jene Trixie Dörfel tief gefallen: Verkehrsunfall, Klagewelle gegen ihre Kosmetiklinie, öffentliche Schlammschlacht mit Exmann Peter Pudl (ebenfalls gespielt von Olli Dittrich). In 30 Minuten seziert Satiriker Olli Dittrich die Welt des schönen Star-Scheins.

Der 2013 begonnene "TV-Zyklus" des Hamburger Ausnahmehumoristen Olli Dittrich brachte vielfach preisgekrönte Parodien auf die Fernsehwelt hervor. Man erinnert sich an "Schorsch Aigner – der Mann, der Franz Beckenbauer war", "Selbstgespräche – mit Konstantin Pfau" oder "Der Meisterreporter – Sigmar Seelenbrecht wird 81". Kurz vorm Weihnachtsfest kehrt Dittrich zu einer Figur zurück, die er 2014 bereits in "Das TalkGespräch" verkörperte: Trixie Dörfel (Dittrich), ein kindlicher Schlagerstar ("Zwei Kugeln Eis mit Sahne"), spielte nach ihren frühen Erfolgen lange Jahre in der Erfolgsserie "Klinikparadies" mit. Natürlich verschwand die Karriere irgendwann in den Niederungen.

Es folgten diverse Comeback-Versuche und nun eine existenzielle Krise. Ein Jahr nach ihrem Weihnachts-Special ist die Welt des Unterhaltungs-Leichtgewichts Trixie Dörfel vollends aus den Fugen geraten. Aus der mondänen Münchner Villa, dem "Trixie Wonderland", musste die sensible Purkersdorferin ausziehen – und bedient seitdem regelmäßig die Negativ-Schlagzeilen des Boulevards. Passend zum Weihnachtsfest blickt Olli Dittrich, 62, auch mal mit liebevollem Blick auf die Welt des schönen Scheins und den Überlebenskampf der Stars. Beeindruckend an Dittrichs Format ist immer wieder seine Beobachtungsgabe, die Elemente des medialen "Star-Spiels" brillant herausarbeitet und auf die Schippe nimmt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst