Olli Dittrich

Olli Dittrich (l.) mit Harald Schmidt in "Late Show" Vergrößern
Olli Dittrich (l.) mit Harald Schmidt in "Late Show"
Olli Dittrich
Geboren: 20.11.1956 in Offenbach a.M., Deutschland

Er ist der Mann mit den 1000 Gesichtern, Deutschlands genialster Verwandlungskünstler seit dem bösen Wolf. Seine Promi-Parodien als turnenden Rudolph Moshammer, als Wäsche waschender Michael Schumacher, spinnerter André Heller oder Afrolook-haariger Box-Herausforderer sind Comedy-Highlights. Seine gegen den Strich gebürsteten Außen-Moderationen bei "Wetten, dass..?" waren an gespielter Dämlichkeit schwer zu unterbieten.

"Für den Sensations-Journalismus bin ich vollkommen uninteressant", sagt der Wahlhamburger, "in meinen Figuren bin ich schillernd, privat eher nicht. Wenn ich in eine Figur gehe, dann werde ich zu dieser", erklärt Metamorphosen-Mann Dittrich, "in dem Moment, in dem ich in die Maske gehe und der stundenlange Verwandlungsprozess stattfindet, gibt es bis zum Abschminken keinen Weg zurück." Den Status "Lichtblick im Comedy-verseuchten Deutschland" hat er sich hart erarbeiten müssen: Der gelernte Theatermaler und Musiker (Gitarre, Klavier, Schlagzeug) hatte schon einiges hinter sich, bevor er Anfang der Neunzigerjahre zum Fernsehen kam: Etwa 1500 Live-Auftritte als Entertainer, Musiker und Stand-Up-Comedian, diverse Schallplattenveröffentlichungen als Interpret, aber auch als Komponist und Texter für andere Künstler (zum Beispiel für James Last oder Die Prinzen).

Sein Wunsch, irgendwann einmal für den HSV auf Torejagd zu gehen, zerschlug sich recht schnell. Der Körper sträubte sich. Nach der Lehre erstmal arbeitslos und tingelnder Sciffle-Musiker. Sieben Jahre bei der Hamburger Plattenfirma Polydor. Zuerst als Packer, zuletzt als Product-Manager von James Last. Einen Jahrhundertmusiker nennt ihn Dittrich noch heute, todernst. Für dessen Orchester komponierte Dittrich den Song "Alassio". Zum Dank schenkte Last ihm einen weißen Stutzflügel. Eine erfolgreiche Männerfreundschaft. Wie auch die zu Wigald Boning. Mit ihm schaffte er bei "RTL Samstag Nacht" den Durchbruch (je zwei "Bambi" und "Goldene Löwen" sowie den "Bayerischen Fernsehpreis").

Unter dem gemeinsamen Markenzeichen "Die Doofen" kamen "Lieder, die die Welt nicht braucht" in den Handel. Einige Filmrollen wie etwa in "Der Neffe" (1996), "Frau Rettich, die Czerny und ich" und "Late Show" (beide 1998) folgten. Im März 2000 dann die erste eigene Sendung (ZDF): "Olli, Tiere, Sensationen". Seine Art des Witzes ist selten geworden, denn Dittrichs große Vorbilder praktizieren nicht mehr. Loriot hat sich aufs Altenteil zurückgezogen, und der eher unbekannt gebliebene Komödiant Heino Jäger endete Gerüchten nach in der Klapsmühle.

Von ihnen erbte Dittrich die Gabe, Menschen zu beobachten: "Ich habe immer versucht, die Figuren so zu zeigen, wie sie im wirklichen Leben auch sind. Ich habe nie gerätselt, welche Kalauer ich denen verpassen kann. Je mehr etwas übertrieben und inszeniert wird, desto weniger interessiert mich das. Ich hab schon als Kind gerne Leute beobachtet." Verhaltensauffälligkeiten als Anlass zur Komik. "Ich fand den merkwürdigen Typen, der im Supermarkt ohne Bezahlung die Wagen zusammenschiebt und ganz stolz durch die Kundschaft fährt, weil er einen Posten hat, schon immer viel lustiger als erfundene Klamaukfiguren."

Oder als den Witz-Auswurf des Comedy-Senders RTL: "Mir ist es lieber, eine schlechte Quote und eine gute Sendung zu machen, als umgekehrt. Und genau deshalb schalten die Zuschauer ein", sagt Dittrich, "den Weg der 'Quote um jeden Preis', den die Kalauer-Sendungen gehen, gehe ich nicht. Mich interessiert, was in der wahren Welt geschieht, nicht in 'Veronas Welt'." Im Frühjahr 2003 wurde Olli Dittrich zusammen mit seiner Kollegin Anke Engelke für seine schauspielerische Leistung in "Blind Date: Taxi nach Schweinau" mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet, 2004 sah man ihn mit Engelke in der Kinoparodie "Der Wixxer". Mit Anke Engelke stand er übrigens noch mehrmals für ihre gemeinsame Improvisationsshow "Blind Date" vor der Kamera.

"Dittsche - Das wirklich wahre Leben", ein unterhaltsamer Wochenrückblick, hat seit dem Start der Sendung im Februar 2004 bereits Kultstatus erreicht. Im Mittelpunkt steht der arbeitslose Dittsche alias Olli Dittrich, der auf seine ganz eigene, abwegige, manchmal traurige, oft komische, skurrile Art aktuelle Themen im improvisierten Gespräch reflektiert. Dafür gab es den Adolf-Grimme-Preis in Gold und dem Deutschen Fernsehpreis 2004. Weitere Filme mit Olli Dietrich: "Same Same But Different" (2009), "Otto's Eleven" (2010), "Die Relativitätstheorie der Liebe" (2011), "König von Deutschland" (2013).


Alle Filme mit Olli Dittrich

 

TV-Programm
ARD

Gefragt - Gejagt

Unterhaltung | 16:10 - 17:00 Uhr
ZDF

Die Rosenheim-Cops

Serie | 16:10 - 17:00 Uhr
RTL

Verdachtsfälle

Serie | 16:00 - 17:00 Uhr
VOX

4 Hochzeiten und eine Traumreise

Serie | 16:00 - 17:00 Uhr
ProSieben

The Big Bang Theory

Serie | 16:30 - 17:00 Uhr
SAT.1

Klinik am Südring

Serie | 16:00 - 17:00 Uhr
KabelEins

Navy CIS

Serie | 16:00 - 16:55 Uhr
RTLplus

Das Familiengericht

Report | 16:10 - 17:00 Uhr
arte

Xenius

Report | 16:25 - 16:55 Uhr
WDR

daheim + unterwegs

Report | 16:15 - 18:00 Uhr
NDR

Leopard, Seebär & Co.

Natur+Reisen | 16:20 - 17:10 Uhr
MDR

MDR um 4

Report | 16:30 - 17:00 Uhr
HR

hessenschau kompakt

Report | 16:45 - 17:00 Uhr
SWR

Kaffee oder Tee

Report | 16:05 - 17:00 Uhr
BR

Wir in Bayern

Natur+Reisen | 16:15 - 17:30 Uhr
Sport1

The World Games Live

Sport | 09:00 - 17:55 Uhr
Eurosport

Radsport

Sport | 15:30 - 17:00 Uhr
DMAX

Ausgesetzt in der Wildnis

Report | 16:15 - 17:15 Uhr
ARD

TV-Tipps Schweinskopf al dente

Spielfilm | 20:15 - 21:45 Uhr
ZDF

TV-Tipps Böser Wolf (2) - Ein Taunuskrimi

TV-Film | 20:15 - 21:45 Uhr
RTL

Die Bachelorette - Das große Finale

Unterhaltung | 20:15 - 22:15 Uhr
VOX

Rizzoli & Isles

Serie | 20:15 - 21:15 Uhr
ProSieben

Pure Genius

Serie | 20:15 - 21:15 Uhr
KabelEins

Superman Returns

Spielfilm | 20:15 - 23:20 Uhr
arte

Die süße Gier

Spielfilm | 20:15 - 22:00 Uhr
WDR

Markt

Report | 20:15 - 21:00 Uhr
NDR

NDR//Aktuell extra

Report | 20:15 - 20:30 Uhr
MDR

Exakt

Report | 20:15 - 20:45 Uhr
HR

MEX. das marktmagazin

Report | 20:15 - 21:00 Uhr
BR

jetzt red i

Talk | 20:15 - 21:00 Uhr
Eurosport

Fußball

Sport | 20:30 - 22:40 Uhr
ARD

TV-Tipps Schweinskopf al dente

Spielfilm | 20:15 - 21:45 Uhr
ZDF

TV-Tipps Böser Wolf (2) - Ein Taunuskrimi

TV-Film | 20:15 - 21:45 Uhr
BR

TV-Tipps Open Range - Weites Land

Spielfilm | 23:30 - 01:40 Uhr
ZDFneo

TV-Tipps Candice Renoir

Serie | 23:15 - 00:05 Uhr
RBB

TV-Tipps Besondere Schwere der Schuld

TV-Film | 22:15 - 23:45 Uhr

Aktueller Titel