Das hat sich für ProSieben gelohnt: Der Sender setzte am Montag erstmals und voraussichtlich einmalig die beiden TV-Scherzbolde Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf als Moderatoren beim Boulevard-Magazin "taff" ein – und erreichte damit hervorragende Quoten.

Rund 550.000 Zuschauer in der "werberelevanten" Zielgruppe von 14 bis 49 Jahren schalteten am Dienstag von 17 bis 18 Uhr ein und wurden Zeuge, wie die beiden sympathischen Chaoten das Konzept der Sendung nah an den Rand des Wahnsinns führten.

Mit anarchischen Aktionen, zynischen Kommentaren und Gags im Minutentakt bescherten sie dem Format nicht nur eine ganz neue Form von Lockerheit, sondern auch einen starken Marktanteil von 18,8 Prozent – Tagesbestwert für den Privatsender. Normalerweise landet "taff" bei etwas um die 14 Prozent.

Doch wie kam's überhaupt zur Moderations-Sensation? Weil die beiden TV-Stars in der vergangenen Woche bei "Joko & Klaas gegen ProSieben" den Küzeren gezogen hatten, mussten sie nun dem Wunsch des Senders entsprechen und eine "Strafe" über sich ergehen lassen: ProSieben verdonnerte die beiden also zur Moderation des generell recht oberflächlichen Lifestyle-Formats "taff", das nun vom Anarcho-Humor der Gag-Garanten profitierte: Sprüche wie "Wie geht's, wie steht's, wie hängt der Sack?", ironisch-sarkastische Beiträge und der inflationär hohe Einsatz von digitalen Pups- und Tiergeräuschen sorgten für einen herrlich absurden TV-Spaß am späten Nachmittag.

Am Dienstagabend, 20.15 Uhr, haben Joko und Klaas die Chance auf eine Revanche in einer neuen Ausgabe des TV-Duells gegen ihren Arbeitgeber. Sollten sie gewinnen, stehen ihnen 15 Minuten Sendezeit zur freien Verfügung. Diese nutzten sie bei ihrem Sieg vor einigen Wochen allerdings nicht, um im TV herumzublödeln. Stattdessen boten sie Menschen eine Plattform, damit diese von ihrer humanitären Arbeit berichten konnten. Unter anderem sprach die Seawatch-Kapitänin Pia Klemp über die Seenotrettung im Mittelmeer.


Quelle: teleschau – der Mediendienst