Das Ruhrgebiet erschien im deutschen Film bislang meist als erdige Kulisse für kumpelige Milieu-Komödien à la "Bang Boom Bang" oder "Manta, Manta". "Contergan"-Regisseur Adolf Winkelmann betrachtet das dortige raue Leben in seinem Coming-Of-Age-Drama "Junges Licht" (2016) nun aus anderer Perspektive.

Zwischen Stahl und Kohle, Gastarbeitern und Currywurst lebt im Wirtschaftswunder-Pott der 60er-Jahre der zwölfjährige Julian (Oscar Brose). Doch der Junge ist anders als seine Altersgenossen. Anstatt Bier zu trinken und herumzupöbeln, kümmert er sich lieber um seine Schwester (Magdalena Matz) und den malochenden Vater (Charly Hübner), hilft in der Kirche und beobachtet die Leute. So auch die Nachbarstochter Marusha (Greta Sophie Schmidt), mit der der sensible Junge seine ersten erotischen Erfahrungen macht. Von da an ist alles anders.

ARTE zeigt den stimmungsvoll inszenierten Film, der auf dem gleichnamigen Roman von Ralf Rothmann basiert, nun erstmals im Free-TV.


Quelle: teleschau – der Mediendienst