Dass es "Kung Fu Panda 3" (2016) geben würde, war sicherlich keine Überraschung. Der Erfolg der ersten beiden Filme (2008 und 2011) sprach dafür. Und dazu die Andeutung im zweiten Teil, dass der Vater des kampfsporttreibenden Panda Po noch leben könnte. Genau hier setzen die Regisseure Jennifer Yuh Nelson und Alessandro Carloni an: Vater Li taucht plötzlich auf. Was dann folgt, ist im Grunde nichts Neues. Der altbewährte Humor, die wunderschönen Animationen und herrlichen Gesten und Mienen der Figuren sowie eine kurzweilige, wenn auch keinesfalls innovative Handlung versprechen beste Unterhaltung. Und das nicht nur für die Kids. SAT.1 zeigt den humorvollen Animationsfilm am Karsamstag als Free-TV-Premiere zur besten Sendezeit.

In der Filmreihe existiert ein wiederkehrendes Schema: Der dicke Panda Po (einmal mehr hervorragend synchronisiert von Hape Kerkeling) muss überraschend etwas Neues lernen, ein übermächtiger Bösewicht taucht auf, dem nur er aufgrund seiner Bestimmung gewachsen ist. Po soll ihn mit dem den neu erlernten Fähigkeiten besiegen.

Diesmal wird der Antagonist in der optisch spektakulären ersten Szene des Filmes eingeführt: Der Stier Kai liefert sich im Reich der Geister einen bombastischen Kampf mit dem in Teil eins verstorbenen Schildkröten-Meister Oogway. Den 500 Jahre alten Kampf entscheidet Kai für sich. Seine besonders fiese Gabe: Er kann das Ch'i, die Lebensenergie seiner Feinde, aufnehmen. Indem er es sich von allen verstorbenen Großmeistern im Geisterreich erkämpfte, hat er einen Weg gefunden, in die Welt der Sterblichen zurückzukehren.

Dort fühlt sich der tollpatschige Held Po gleich mehrfach überfordert: In Zukunft soll er als Kung-Fu-Lehrer für den Jadetempel verantwortlich sein und seine Freunde in der fernöstlichen Kampfkunst unterweisen. Obendrein taucht im Dorf plötzlich Pos leiblicher Vater auf. Ein Aufeinandertreffen, das seinem Ziehvater Mr. Ping (eine Gans) ganz und gar nicht gefällt. Zudem bahnt sich ein fulminanter Showdown zwischen Po und Kai an – und ein geheimes Pandadorf gilt es ebenfalls zu entdecken.

Man muss der "Kung Fu Panda"-Reihe zugutehalten, dass sie nicht nur reines Hollywood-Kino sein will, sondern sich eng an chinesischen Geschichten und Stilelementen entlanghangelt. Einmal mehr zaubert Dreamworks eine fantastisch animierte Welt auf die Leinwand, die an technischem Aufwand schwer zu toppen ist. Nicht nur die fulminanten Kämpfe sind beeindruckend, auch die chinesischen Landschaften und vor allem das Geisterreich sind echte Hingucker.

Die Handlung plätschert dagegen eher vor sich hin – ohne nennenswerte Überraschungen, aber auch ohne Längen. Dafür funktioniert die Situationskomik von Po und seinen Begleitern so grandios wie schon im ersten Teil. Von den Hauptfiguren bis zur kleinsten Ente am Rand sind die Animationen nicht nur sehr liebevoll und niedlich gestaltet, sondern mitunter zum Schreien komisch.


Quelle: teleschau – der Mediendienst