Nachdem ein Video mit rassistischen Textzeilen aufgetaucht war, musste Xavier Naidoo seinen Platz in der "DSDS"-Jury räumen. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.

Das Erfolgsrezept Deutschlands erfolgreichster Castingshow besteht seit 2002: Mal mehr, mal weniger hoffnungsvolle Talente versuchen bei "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) die Jury von ihrem Gesangs-Talent zu überzeugen. Bis 2010 bestand diese Jury aus drei Juroren, seitdem aus vier. Kommenden Samstag, 14. März, wird nun gezwungenermaßen davon abgerückt. Der Grund: Nachdem im Internet ein fragwürdiges Video mit teils fremdenfeindlichem Inhalt von Jury-Mitglied Xavier Naidoo aufgetaucht war, reagierte RTL und unmissverständlich mit dem Rausschmiss des Soulsängers. Aber wer nimmt nun den vierten Platz neben Pop-Titan Dieter Bohlen, Oana Nechiti und Pietro Lombardi ein? Jetzt ist klar: Vorerst niemand.

"Am Samstag werden Pietro, Oana und Dieter zu dritt in der Jury sitzen. Wie es in den weiteren Liveshows aussieht, werden wir zeitnah bekannt geben", so RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer am Donnerstag auf Nachfrage. Erstmals seit der neunten Staffel im Jahr 2012 werden also nur drei Juroren über das Weiterkommen der Kandidaten entscheiden. Durch die "Goldene-CD-Regel" können die Jury-Mitglieder in den ersten drei Liveshows sogar mit jeweils fünf Prozent Einfluss auf die Publikumsentscheidung nehmen.

Xavier Naidoo wird dann nicht mehr dabei sein. Seit Dienstagabend ging ein Clip durch soziale Netzwerke, in dem er sich rassistisch über Flüchtlinge äußerte. In einem kurzen Song beziehungsweise Songausschnitt sang er davon, dass "fast jeden Tag ein Mord geschieht". Der 48-Jährige machte bereits in der Vergangenheit mit, wie ihm viele Kritiker vorwerfen, rechtspopulistischen Aussagen negative Schlagzeilen.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH