Als ein junger Punker bei einer Demo schwer verletzt wird, sinnt die linke Szene auf Rache. Das Team von "Notruf Hafenkante" und die "Rattenburg", ein links-alternatives Zentrum, stehen sich als angespannte Kontrahenten gegenüber. Kurz darauf explodiert ein Sprengsatz im Wagen einer Streifenpolizistin.

Kollegin Franzi (Rhea Harder-Vennewald) nimmt die Verfolgung eines Verdächtigen auf. Der trickreiche, eloquente Leo (Max Befort) flieht direkt in die Rattenburg. Mitten im Feindesland der Linksaktivisten schließt sich Franzi mit ihrem Verdächtigen zum Schutz ein. Wie kann die – auch politisch – brisante Situation entschärft werden? Mit "Rattenburg" startet die ZDF-Serie "Notruf Hafenkante" in ihre 13. Staffel mit satten 26 Folgen.

Kühn ausgedacht, sicher nicht vollends realistisch und dennoch ebenso spannend-charmant ist diese Auftaktfolge zur neuen Staffel aus der Feder der Autoren Stephanie und Marc Blöbaum ("Sein letztes Rennen"). Man kann die beiden guten Gewissens als Stammautoren der Serie bezeichnen. Mit dem Leben in der Hansestadt kennt sich das 1970 geborene Ehepaar gut aus. Schließlich lebt man hier seit langem, mittlerweile mit zwei gemeinsamen Töchtern.

Pikant an "Rattenburg" sind die Porträts der linken Szene im ZDF-Vorabend-Look. Nicht jeder Punker oder Antifa-Kämpfer wirkt hier hundertprozentig authentisch, insgesamt jedoch gelang eine einigermaßen stimmige Zeichnung der gegensätzlichen Lager – auch wenn es diesbezüglich sicher andere Meinungen geben dürfte. Mutig auch, dass der ZDF-Unterhaltungskrimi mit viel linkem Parolenpunk unterlegt wurde. Dazu geben Rhea Harder-Vennewald und Max Befort ("Der Prinz im Bärenfell") sehr charmant die Option auf ein "unmögliches Liebespaar". Im Rahmen der 13. Staffel feiert "Notruf Hafenkante" am 8. November übrigens ein kleines Jubiläum: Folge 300 mit Episodenstargast Jochen Busse steht auf dem Programm.


Quelle: teleschau – der Mediendienst