So hat sie sich ihren Serienabgang offenbar nicht vorgestellt: Nachdem Roseanne Barr wegen eines rassistischen Twitter-Kommentars beim US-Sender ABC in Ungnade gefallen war, wurde ihrer Rolle kurzerhand aus dem "Roseanne"-Spin-off "The Conners" entfernt.

Dass Roseanne einen Serientod sterben würde, um den Abgang der Hauptfigur zu erklären, war schon länger klar. Wie dieser konkret aussieht, wissen Fernsehamerika und Barr selbst seit Dienstagabend – und zumindest letztere scheint nicht glücklich zu sein mit der Lösung (Vorsicht, Spoiler!):

Roseannes Abgang habe einer "ansonsten fröhlichen Familienserie eine unnötig grausame und morbide Dimension" gegeben, schreibt Barr in einer Stellungnahme. In der am Mittwoch gezeigten ersten Folge wird erklärt, dass Roseanne an einer Drogenüberdosis stirbt.

Der Sender hätte diese Entscheidung nicht treffen sollen, so die 65-Jährige. "'Roseanne' war die einzige Fernsehserie, die die tiefe Spaltung anspricht, die unsere Gesellschaft bedroht." Via Twitter legte Barr nach: "Ich bin nicht tot, Schlampen!!!!" schrieb die Schauspielerin sichtlich erbost.

Barr hatte zuletzt immer wieder abgestritten, rassistisch zu sein. Grund für die Anschuldigungen war eine Twitter-Attacke der Trump-Anhängerin auf Barack Obamas langjährige Beraterin Valerie Jarrett. Die 61-Jährige sehe so aus, als hätte die Muslimbruderschaft ein Baby mit einem Bewohner vom Planet der Affen gehabt, schrieb Barr im Mai über die Politikerin mit afroamerikanischen Wurzeln.

Sie habe nie eine Farbige mit einem Affen vergleichen wollen, so Barr später in einem Interview mit "Variety". "So etwas würde ich nicht machen. Ich habe das nicht gemacht. Und es macht mich wahnsinnig, dass die Menschen jetzt denken, ich hätte es getan."


Quelle: teleschau – der Mediendienst