Es ist ein Running Gag, der in keiner "Wilsberg"-Folge fehlen darf: Einmal pro Sendung wird in dem ZDF-Krimi, der eigentlich in Münster spielt, die Stadt Bielefeld erwähnt und augenzwinkernd deren Existenz angezweifelt. Jetzt geht der Dauerbrenner mit Leonard Lansink als kriminalistisch bewandertem Antiquar Georg Wilsberg für zwei Folgen tatsächlich in die NRW-Stadt.

Unter der Regie von Dominic Müller, der bereits mehrere "Wilsberg"-Folgen inszenierte, lässt das ZDF in der Stadt an Weser und Ems derzeit die Filme "Ins Gesicht geschrieben" (Buch: Mario Sixtus) und "Bielefeld 23" (Drehbuch: Stefan Rogall) drehen.

"Ich habe jetzt den Eindruck, dass Bielefeld die lebendigere Stadt ist und Münster idyllischer", zitieren die "Westfälischen Nachrichten" Hauptdarsteller Lansink am Rande der Dreharbeiten. Beide Städte hielten sich für die "Königin Westfalens", so der 62-Jährige.

Neben der Rivalität der beiden Städte hat der "Wilsberg"-Gag über Bielefeld einen ganz konkreten Grund: ZDF-Redakteur Martin R. Neumann, der die Krimireihe Mitte der 90er auf Grundlage der Romane von Jürgen Kehrer für das ZDF konzipierte, stammt aus der 330.000-Einwohner-Stadt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst