Man ahnt minutenlang, was passieren wird. Da rasen drei Sportwagen durch das nächtliche Magdeburg, eine junge Frau kauft an einer Tankstelle eine Flasche Sekt – alkoholfrei – und dann passiert das, was diesem Polizeiruf seinen Titel gibt: ein "Crash".

Ermittelt wird schnell bei den Mitgliedern von "Le Magdeburg", wie die Raser im Präsidium in Anspielung an Le Mans nur genannt werden. Ein bisschen "The Fast and the Furious", ein paar unnötige Aufnahmen von schnellen Autos, markige Typen – vom robusten Ex-Knacki über den neureichen Schnösel bis hin zum halbstarken Versager –, die mit den üblichen Verdächtigen (von Dirk Borchardt über Anton von Lucke bis Gerdy Zint) besetzt sind – aus diesen Zutaten wollte Thorsten C. Fischer einen Krimi machen.

"Crash" aber ist so wenig Krimi wie die Einblicke in "Le Magdeburg" Sozialstudie sind. Und: Nicht nur erzählerisch ist dieser Polizeiruf von gestern, auch was die heikle Geschichte der Ermittler angeht, hat sich nichts Substanzielles getan. Oder, um im Auto-Jargon zu bleiben: abgewürgt.