Stahlhart sollte man schon sein, will man im Zweikampf unter anderem 30 Kilogramm schwere Sandsäcke über eine zwei Meter hohe Wand wuchten. Unter der brennenden Sonne Spaniens sucht RTL nun die stärksten Athleten. Zuvor zur besten Sendezeit startet die dritte Staffel von "Ninja Warrior Germany".

"Strongman"-Wettbewerbe wurden früher gerne in Sport-Nischenkanälen wie Eurosport gezeigt. Und oftmals auch ziemlich belächelt. Es sah auch komisch aus, wenn Muskelberge mit kaum zu umgreifenden Stiernacken beispielsweise nur mit ihrer puren Manneskraft Lkw hinter sich her zogen, Baumstämme mit Urschrei in die Höhe wuchteten oder ein Bierfass rückwärts, über Kopf, über eine bestimmte Höhe warfen. Wirklich starke Quoten brachten die Kraft-Wettkämpfe allerdings nicht.

Im Zuge der mordernen und spektakulär gefilmten Action-Show-Varianten wie dem Format"Ninja Warrior Germany", das an diesem Freitagabend zur besten Sendezeit bei RTL in eine neue Runde startet, könnte sich das ändern. Mit der neuen, sechsteiligen Reihe "Showdown – Die Wüsten-Challenge", eine Adaption der US-Reihe "Broken Skull Challenge", verpasst RTL nun auch den durchaus angestaubten "Strongman"-Herausforderungen ein ganz anderes Bild. In der spanischen Sierra Nevada treten pro Sendung acht Athleten in insgesamt vier Runden in Duellen gegeneinander an. Will der Stärkste unter allen Teilnehmern die Siegprämie in Höhe von 10.000 Euro abräumen, muss er "stahlhart" sein, wie Moderator Patrick "Coach" Esume ankündigt.

Ähnlich den Action-Duellen bei "Ninja Warrior", in denen Athleten ab 20.15 Uhr nun erneut gleichzeitig durch einen Hindernis-Parcours rennen und dabei oftmals spektakulär scheitern, sind auch die Duell-Varianten bei "Showdown" aufgebaut. Sie heißen "The Summit", "High and Dry", "Barrels" sowie "The Ring", und schließlich kommt es auch hier zum finalen "Showdown". Acht Kandidaten sind es, die in der Wüste Andalusiens zunächst im K.o.-System an den Start gehen. Was sie unter der Obhut von Moderator und American-Football-Trainer Patrick Esume mitbringen müssen sind: Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Biss.

Nach einem ersten Lauf rund 16 Meter steil bergauf ("The Summit"), bei dem die jeweiligen Verlierer ausscheiden, folgt mit "High and Dry" eine nächste Runde, die in der Tat an den "Strongman" erinnert. Die vier verbliebenen Kandidaten, tragen drei unterschiedlich schwere Sandsäcke (20, 25, 30 Kilo) zunächst durch ein 15 Meter langes Wasserbecken. Dann haben sie die Aufgabe, ihre Last über eine zwei Meter hohe Wand zu schleudern. Wenn alle Säcke auf der anderen Seite sind, muss der Athlet ebenfalls über die Wand steigen und kann auf der anderen Seite die Siegesglocke läuten.

Auch bei den "Barrels", dem Halbfinale der letzten beiden Athleten, muss geschuftet werden. Der Schnellere, nachdem er unterschiedliche schwere Fässer (bis 74 Kilo) durch einen Parcours gewuchtet hat, erwartet seinen Gegner im entscheidenden Spiel namens "The Ring". Kommt jener Zweiter innerhalb von 60 Sekunden ebenfalls ins kreisförmige Ziel, liefern sie sich eine Art Sumo-Ringkampf. Derjenige, der als Erster eine Stelle außerhalb des Rings berührt, ist der Unterlegene.

Der finale "Showdown" wiederum orientiert sich tatsächlich an "Ninja Warrior". Der Beste, weil "Überlebende" aller K.o.-Runden muss innerhalb von zwölf Minuten durch einen Hindernisparcours. Schafft er das, bekommt er 10.000 Euro – mit der Aussicht auf bis zu 30.000 Euro: Sind nämlich die Teilnehmer in den darauf folgenden Ausgaben der kraftstrotzenden Männer-Show langsamer im Parcours, müssen sie ihr Preisgeld an den Bestzeithalter abgeben.


Quelle: teleschau – der Mediendienst