Mit der Kandidatur für den SPD-Vorsitz hat es nicht geklappt, aber möglicherweise könnte Jan Böhmermann nun Parteimitglied werden. Zu verdanken hat dies der Moderator einem Schlupfloch in den Aufnahmekriterien.

Die Hoffnung lebt: Jan Böhmermann könnte nach seinem gescheiterten Versuch, für den SPD-Vorsitz zu kandidieren, nun zumindest Mitglied der Partei werden. Der Geschäftsführer der Kölner SPD, Frank Mederlet, hat bestätigt, dass der Kreisverband der Partei sich entschieden habe, dem Satiriker eine Ausnahmegenehmigung beim Wohnortprinzip zu ermöglichen. Das berichtet unter anderem "Zeit Online". In trockenen Tüchern ist die Mitgliedschaft Böhmermanns allerdings trotzdem noch nicht.

Bevor ihn der SPD-Ortsverein Köthen in Sachsen-Anhalt aufnehmen darf, müsse zunächst noch der Kreisverband Anhalt-Bitterfeld die Ausnahme bestätigen, wie Mederlet darlegte. Üblicherweise tritt ein neues SPD-Mitglied an seinem Wohnort der Partei bei. Weil Böhmermann in Köln lebt, jedoch vom Ortsverein Köthen aufgenommen werden würde, ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich.

Jan Böhmermann hatte in der ersten Ausgabe seiner Satire-Show "Neo Magazin Royale" am 29. August verkündet, für den SPD-Vorsitz kandidieren zu wollen. Weil allerdings bereits zwei Tage später die Frist für die Bewerbung ablief und eine Parteimitgliedschaft bis dahin nicht vorlag, musste er sich von seinem ambitionierten Vorhaben verabschieden. Selbst bei einer Mitgliedschaft wäre der 38-Jährige aber noch auf die Unterstützung von mindestens fünf Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband angewiesen gewesen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst