Fame statt Familie: "Goodbye Deutschland" zeigte, wie sehr die fünf Kinder der Büchners unter der Teilnahme im RTL-"Sommerhaus" litten – und warum die TV-Auswanderer trotzdem gingen ...

Ob sich Jens und Daniela Büchner mit ihrem Auftritt im "Sommerhaus der Stars" einen Gefallen getan haben, darf bezweifelt werden. Das RTL-Publikum sah von Juli bis August zwei aufbrausende TV-Gestalten, die anfangs mit ihrem bar bezahlten Mercedes Benz prahlten ("Der Dschungel macht's möglich!"), zwischenzeitlich blank zogen und am Ende die Promi-WG im Eklat verließen – mit wüsten Beschimpfungen für die Mitbewohner, aber ohne die Gewinnsumme von 50.000 Euro.

Wie es überhaupt zur Teilnahme bei der Krawall-Show kam und warum das Paar dafür seine fünf Kinder auf Mallorca bei Oma und Opa zurückließ, verriet am Montagabend eine Ausgabe des vox-Auswanderer-Formats "Goodbye Deutschland", dem die Büchners größtenteils ihre Popularität zu verdanken haben.

"Wir brauchen da nicht drum herumreden: Es geht um Kohle. Um Publicity. Und wenn wir gewinnen, gibt's noch ein bisschen mehr von der Brühe. Man macht da mit, weil man Erfolg braucht", gab "Malle-Jens" unverhohlen zu. "Das ist ein Job. Uns werden viele Menschen nicht verstehen, warum wir das tun. Aber wir sind auch finanziell verantwortlich für unsere Familie, weshalb man auch grenzwertige Entscheidungen treffen muss", so die Rechtfertigung.

Rampenlicht statt Familie: Die Folgen dieser grenzwertigen Entscheidung trafen vor allem die fünf Kinder der Büchners, wie "Goodbye Deutschland" zeigte. Die Baby-Zwillinge mussten ihren zweiten Geburtstag ohne Eltern verbringen – und vom 16-jährigen Sohn Volkan gab's vor der Abreise ins RTL-"Sommerhaus" schwere Vorwürfe: "Sie sind ohnehin kaum zu Hause. Und jetzt sind sie wieder weg."

Auch der 13-jährigen Tochter Jada schwante es: "Zwei Wochen ohne Mama und Jens, ohne Kontakt, aber dafür mit den kleinen Kindern und dem großen Haus. Das ist schon eine große Verantwortung. Abwaschen, einkaufen, die Zwillinge ins Bett bringen. Das sind Dinge, die eigentlich eine Mutter macht – und dann stehen wir drei Teenager hier mit dieser großen Aufgabe und müssen das alles machen."

Die Aufzeichnung des "Sommerhauses" barg weiteres Problem-Potenzial: Auch die frisch eröffnete "Faneteria" musste auf die Anwesenheit der Büchners verzichten: "Ich habe ja immer proklamiert, ich bin jeden Tag in der 'Faneteria' anzutreffen. Jetzt stehen da zwei Pappfiguren. Das ist alles nicht gut", gab Jens Büchner zu – wohlwissend, dass Fans "das Wichtigste im Leben" sind. "Solche Leute zu verärgern, ist tödlich."

Künftig wird nun ein weiteres Büchner-Familienmitglied dort öfter anzutreffen sein: Die älteste Tochter Joelina schmiss vor dem Abi die Schule und heuerte in dem Café an. Für Stiefpapa Jens offenbar eine gute Entscheidung: "Ich sag immer, machst Abitur, biste zwei Jahre später arbeitslos."


Quelle: teleschau – der Mediendienst