Augen auf bei der Wahl des Telefonjokers. Am Montagabend wurden bei "Wer wird Millionär?" gleich zwei Kandidaten hängen gelassen. Ihre Joker gingen einfach nicht ans Telefon.

Zunächst passierte das Quiz-Teilnehmerin Theresa Korsch. Bei der 16.000-Euro-Frage brauchte die Kandidatin Hilfe. Ihre anderen drei Joker hatte sie schon verbraten, also rief die Kielerin ihren ehemaligen Lehrer an. Die Antwort: Erst ein "Tut, tut, tut", dann die Mailbox. Auch ein zweiter Versuch scheiterte. "Jetzt bin ich schon enttäuscht", gab Theresa Korsch zu und verzog den Mund zu einer Schnute. Moderator Günter Jauch versuchte, die Situation mit einem kleinen Plausch zu retten, während die Regie im Hintergrund erneut den Telefonjoker kontaktierte – ohne Erfolg.

Doch letztendlich entpuppte sich der Schlamassel als glückliche Fügung. Die Kandidatin rief stattdessen ihren Vater an, dem sie die richtige Antwort nicht zugetraut hatte. Der antwortete auf die Frage, was bei Männern im Alter in Deutschland etwa doppelt so hoch ist wie bei Frauen, zielsicher "das Renteneinkommen". Trotz seiner Warnung ("Aber zocke nicht!") entschied sich die Tochter für diese Antwort und holte sich die 16.000 Euro.

Noch weniger Lust auf einen Einsatz im TV hatte offensichtlich der Telefonjoker von Michael Starosta. Der drückte den Anruf aus dem RTL-Studio sogar weg und war auch unter einer zweiten Nummer nicht zu erreichen. Günther Jauch machte seinem Kandidaten einen Kompromissvorschlag. "Wenn Sie sich trauen, eine Antwort zu geben und die richtig ist, behalten Sie ihren Telefonjoker."

Gesagt, getan. Der 25 Jahre alte Kandidat entschied sich bei der Frage "Wo trifft der Sieger der NFC auf den Sieger der AFC?" für die richtige Antwort "Super Bowl". Dass er seinen Telefonjoker behalten durfte, nutzte ihm allerdings nicht viel, den bei der nächsten Frage konnte ihm ein anderer seiner Telefonjoker nicht weiterhelfen. Für Michael Starosta ging es immerhin mit 32.000 Euro nach Hause.