Am 26. Mai finden in Deutschland Europawahlen statt, trotzdem kennt kaum jemand Kandidaten und politischen Ziele der unterschiedlichen Fraktionen. Das ZDF "opfert" im Sinne seines Informationsauftrags einen Primetime-Sendeplatz am Donnerstag und lädt zwei erfahrene Europa-Politiker zum Duell ein.

Obwohl seit 1979 Europawahlen in Deutschland stattfinden, ist die Wahl des paneuropäischen Parlaments in Straßburg das Stiefkind unter den Urnengängen. Die Kandidaten unbekannt, Themen und Kompetenzen der europäischen Institutionen nur unzureichend bekannt – Europa scheint "weit weg" vom eigenen Leben.

Um diese Wahrnehmung zu ändern, haben die Moderatoren Peter Frey (ZDF) und Ingrid Thurnher (ORF) die europäischen Spitzenpolitiker Frans Timmermans (Niederlande) und den bayerischen CSU-ler Manfred Weber eingeladen. Timmermans in seiner Rolle als erster Vize-Präsident der EU-Kommission und Spitzenkandidat der Europäischen Sozialdemokraten. Weber als Fraktionschef der Europäischen Volkspartei und EVP-Spitzenkandidat.

Vor einem Live-Publikum in Berlin wird über die wichtigen Themen des Europawahlkampfes und die Zukunft der Europäischen Union diskutiert, der aufgrund vieler starker populistischer Parteien in ganz unterschiedlichen EU-Staaten ein Rechtsruck bevorsteht. Allerdings: Auch die Grünen werden in Umfragen hoch gehandelt.

Im Anschluss an das "heute journal" um 21.45 Uhr geht Europa beim ZDF ab 22.15 Uhr in die zweite Runde. "Schlagabtausch" heißt eine Sendung, in der sich Politiker von FDP, Linken, Grünen und AfD begegnen – jene Parteien, die sich von den beiden traditionellen Volksparteien der 20.15-Uhr-Sendung nicht vertreten fühlen. Matthias Fornoff leitet eine 60-minütige Diskussionsrunde mit den "Kleinen", die von Einspielfilmen thematisch strukturiert wird.


Quelle: teleschau – der Mediendienst