Es sind spektakuläre Aufnahmen direkt vom Kraterschlund der drei der aktivsten Vulkane der Welt, die "Terra X" präsentiert. Wissenschaftler untersuchen, inwieweit Vulkane die Erde formen und Leben ermöglichen.

Jeden Tag brechen weltweit mehr als 30 Vulkane aus. Das klingt zunächst dramatisch. Lavaströme oder umherfliegende Gesteinsbrocken sind brandgefährlich. Doch die imposanten Feuerberge haben auch einen entscheidenden Einfluss auf die Evolution und das Leben auf der Erde. Der Film von Alex Ranken, der nun im Rahmen der Wissens-Reihe "Terra X" im Zweiten zu sehen ist, führt zu drei der aktivsten Vulkane der Welt.

Es sind spektakuläre Aufnahmen direkt vom Kraterschlund des Ätna auf Sizilien oder dem Kilauea auf Hawaii, die Rankens Film zu einem Feuerwerk der Bilder machen. Teilweise wurden sie an Orten gefilmt, zu denen noch nie ein Kameramann gelangt war. Auf Ambrym beispielsweise, einer Insel, die zu zum ozeanischen Staat Vanuatu im Südwestpazifik gehört, erheben sich die Vulkane bis über 1.300 Meter über der Meereshöhe. Um sie herum erstreckt sich über viele Kilometer eine vegetationslose Lavalandschaft. Doch zeigt sie tief im Inneren eines Kraters auch ein unglaubliches Naturschauspiel. In einem bis zu 1.000 Grad heißen Lavasee schießen Fontänen bis zu 30 Meter in die Höhe.

"Ich bin seit 20 Jahren Geologe, aber so etwas habe ich noch nicht gesehen", sagt der Geobiologe Dr. Jens Kallmeyer. Obwohl überall aus dem Feuerberg auch giftige Gase wie Schwefeldioxid austreten, macht der Forscher sich auf eine gefährliche Expedition. Er will herausfinden, ob einfachste Lebensformen unter den extremen Bedingungen im Inneren des Vulkands existieren können. Dafür jedoch muss er weit hinabsteigen. Der Weg über eine 400 Meter tiefe Steilwand führt den Wissenschaftler Schritt für Schritt dem brodelnden Erdinneren entgegen ... "Terra X" bietet einmal mehr großes Spektakel.


Quelle: teleschau – der Mediendienst