Von Null auf Hundert in nur wenigen Sekunden: Für "Transformers" ließ Hollywoods oberster Gigantomane Michael Bay seine Effektmaschinerie auf Hochtouren laufen. ProSieben zeigt den Film nun erneut zur Primetime.

Sie waren die Lieblinge all jener, die in den 80er- und 90er-Jahren ihre Kindheit erlebten und denen an einem verregneten Samstagmorgen nichts Besseres einfiel, als RTL einzuschalten. Die "Transformers" erfreuen sich bis in die heutige Zeit bemerkenswerter Beliebtheit. Der Sprung ins Kino im Jahr 2007 war daher nur folgerichtig. Mit Michael Bay nahm sich ein Regisseur der Leinwandadaption an, der die passende Philosophie für die Umsetzung des inhaltlich simplen, doch visuell spektakulären Stoffes mitbrachte. Der Action-Kracher "Transformers", den ProSieben nun zum wiederholten Male ausstrahlt, ist grellstes Popcornkino mit dem Segen leichter Bekömmlichkeit.

Wer den Hintergrund der Geschichte versteht und akzeptiert, der kann bei "Transformers" mehr als zwei Stunden lang viel Spaß haben. Der existenzielle Kampf zwischen den außerirdischen Robotern, auf der einen Seite die menschelnden Auto-Bots, auf der anderen die skrupellos mordenden Decepticons, soll vermutlich einiges über die Gattung Mensch aussagen. Doch viel mitzureden haben die Menschen beim Kampf der Metalltitanen nicht.

Die Transformers – gut wie böse – suchen nach der Brille eines längst verstorbenen Polarforschers, der bei einer Expedition ins ewige Eis den eingefrorenen Superbösewicht Megatron aufgestöbert hatte. Denn auf der Lesehilfe ist eine Karte zum "AllSpark" eingraviert, dem Ursprung der transformerschen Existenz. Der Enkel des Globetrotters, Außenseiter Sam (Shia LaBeouf), gerät mitten zwischen die elektronisch-mechanischen Fronten, muss sich zwischen Gut und Böse entscheiden und im Vorbeigehen noch das Herz einer schönen Frau (Megan Fox) erobern.

"Transformers" ist einer von Michael Bays geradlinigsten und besten Filmen: von Null auf Hundert in nur wenigen Sekunden, ein aufgemotzter, verlängerter Videoclip aus einem Guss mit dem Tiefgang eines Nichtschwimmerbeckens. Leider konnten die Fortsetzungen qualitativ nicht mehr an das augenzwinkernde erste Spektakel anknüpfen. Die Teile 2, 3 und 4 spülten allerdings Unmengen an Geld in die Kassen – bis Teil 5 (2017) schließlich eine Bruchlandung hinlegte und zum ersten Flop im Franchise avancierte.

Am 20. Dezember 2018 dürfen sich Fans trotzdem wieder Hoffnungen machen. Dann startet mit Shootingstar Hailee Steinfeld in der Hauptrolle und Travis Knight ("Kubo – Der tapfere Samurai") auf dem Regiestuhl das Prequel/Spin-Off zur Hauptreihe: In "Bumblebee" dreht sich alles um den beliebtesten Vertreter der Auto-Bots.


Quelle: teleschau – der Mediendienst