3sat zeigt am Donnerstagabend eine aufrüttelnde Wissenschaftsdokumentation über chemische Substanzen in Plastikprodukten. Sie wirken auf unseren Hormonhaushalt ein und verursachen Allergien und Krebs.

In der 3sat-Wissenschaftsdokumentation von Julia Zipfel geht es unter anderem darum, wie der frühe Kontakt mit Umweltgiften das Immunsystem von Kindern beeinflussen kann. Wissenschaftler beobachteten, dass zahlreiche chemische Substanzen in unseren Hormonhaushalt einwirken und etwa Fettleibigkeit bewirken oder die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.

Bislang unbestätigt ist der Verdacht, dass diese Substanzen auch Allergien oder Krebs verursachen können. Umwelthormone finden sich in Plastikprodukten wie Trinkwasser- oder Babyflaschen, in Kosmetikartikeln, aber auch im Essen. Inzwischen wurden auf Verbraucherdruck hin entwicklungshemmende Substanzen durch Ersatzstoffe ersetzt. Dass aber auch sie gefährlich sind, zeigt im 3sat-Film Jörg Oehlmann von der Goethe-Universität Frankfurt auf.

Nach der 3sat-Donnerstagsdoku diskutiert um 21.00 Uhr Gert Scobel mit Gästen über ein filmverwandtes Thema – diesmal über Hormone als "Taktgeber unseres Lebens". Hormone steuern Lebensphasen wie Pubertät und Menopause. Sie sind aber auch verantwortlich für Stress, Glück, Angst und Zufriedenheit. Auch Scobel weiß: Neben körpereigenen Hormonen wirken sich zunehmend hormonhaltige Umweltgifte auf unseren Organismus aus.


Quelle: teleschau – der Mediendienst