Am Samstag feiert Dunja Hayali ihren Einstand in der ZDF-Sendung "das aktuelle sportstudio". Eigentlich wollte die Moderatorin über Mesut Özil diskutieren, doch daraus wird nichts. Denn keiner der Beteiligten will im ZDF Stellung beziehen.

Dunja Hayali moderiert am Samstagabend, 25. August, 23 Uhr, erstmals "das aktuelle sportstudio" im Zweiten. Eine spektakuläre Premiere hätte es zum Bundesligaauftakt werden sollen – mit besonderen Gästen. Nur aber: Die kommen nicht. Sowohl Bundestrainer Joachim Löw, Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff als auch DFB-Präsident Reinhard Grindel haben eine Einladung ausgeschlagen. Der Grund womöglich: Hayali wollte nicht einfach nur das peinliche Vorrundenaus bei der WM in Russland aufarbeiten. Ihr ging es noch um ein weiteres Thema: Rassismus!

"Ich hätte gern mit Mesut Özil über Rassismus und auch das Sportliche diskutiert", bestätigte die 44-Jährige vor ihrer Premierensendung der "Sport Bild". Aber auch der nach der WM mit viel Krach und eben Rassismusvorwürfen gegen den DFB aus der Nationalmannschaft ausgeschiedene Nationalspieler Özil will nicht in die Sendung kommen. Eine weitere Begründung für die Absage des Spielers lag zunächst nicht vor.

Hayali gab sich ob der Absagenflut etwas zerknirscht. Die Neue beim "sportstudio": "In dieser Geschichte hat sich niemand mit Ruhm bekleckert. Was ich fast noch tragischer finde, ist, dass bis heute die Beteiligten nicht wirklich Stellung bezogen haben. Ich hätte Özil oder auch einen DFB-Funktionär gern begrüßt – Bundestrainer, Teammanager oder Präsident. Aber leider möchte sich keiner bei uns äußern. Alle haben abgesagt."

Als Ersatz wird sie nun mit Friedelm Funkel vorliebnehmen. Funkel ist Trainer des Bundesliga-Aufsteigers Fortuna Düsseldorf. Dass auch der 64-Jährige eine Menge zu sagen hat, steht natürlich außer Frage.


Quelle: teleschau – der Mediendienst