Ja, sie hat dem ehemaligen Kinderschauspieler Jimmy Bennett Geld gezahlt. Und nein, sie habe nie mit ihm Sex gehabt: Schauspielerin Asia Argento hat sich erstmals zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen geäußert.

Schauspielerin Asia Argento hat bestritten, den ehemaligen Kinderschauspieler Jimmy Bennett sexuell missbraucht zu haben. In einem bei Twitter verbreiteten Statement schreibt die 42-Jährige, "nie eine sexuelle Beziehung zu Bennett" unterhalten zu haben. Die in einem Artikel der "New York Times" verbreiteten Vorwürfe seien "absolut falsch" und hätten sie "zutiefst schockiert und verletzt".

Die Zeitung hatte am Dienstag berichtete, die italienische Schauspielerin solle Bennett 2013 verführt und mit ihm geschlafen haben. Bennett war zum Zeitpunkt des angeblichen Geschlechtsverkehrs 17 Jahre alt; nach kalifornischem Recht liegt somit eine Straftat vor. Anschließend habe Argento 380.000 US-Dollar Schweigegeld gezahlt, um einen Prozess abzuwenden.

Sie kenne Bennett seit mehreren Jahren, schreibt Argento nun bei Twitter; ihre Freundschaft sei allerdings zu Ende gewesen, als der junge Mann eine "exorbitant hohe Geldsumme" von ihr verlangt habe. Da sie von Bennetts finanziellen Problemen gewusst und außerdem negative Publicity befürchtet habe, habe ihr Partner, der kürzlich verstorbene Anthony Bourdain, vorgeschlagen, Bennett Geld zu zahlen. Sie sei diesem Vorschlag gefolgt, um von Bennett in Ruhe gelassen zu werden.

Der Fall ist nicht zuletzt deswegen brisant, weil Argento als eine der Hauptanklägerinnen von Harvey Weinstein auftritt. Ben Brafman, der Anwalt des gefallenen Filmproduzenten, hatte kürzlich erklärt, die Vorwürfe gegen Argento zeigten "ein erstaunliches Maß an Heuchelei von einem der lautstärksten Katalysatoren, die Harvey Weinstein zerstören wollen".


Quelle: teleschau – der Mediendienst