Darum ist Christine Neubauer nur noch so selten in aktuellen Produktionen zu sehen
Christine Neubauer zählt zu den bekanntesten Schauspielerinnen ihrer Generation. Mit Serien wie „Ein Bayer auf Rügen“, „München 7“ oder „Die Landärztin“ erreichte die 63-Jährige ein Millionenpublikum. Dennoch ist die gebürtige Münchnerin kaum in neuen Produktionen zu sehen. Warum ist das so?
Liegt es an Christine Neubauers Erkrankung?
2017 musste Christine Neubauer eine Schockdiagnose verkraften. Wegen heftiger Schmerzen hatte die Schauspielerin einen Arzt aufgesucht, der bei ihr Morbus Bechterew diagnostizierte. Dabei handelt es sich um eine sukzessive fortschreitende Autoimmunerkrankung. Diese beginnt mit Entzündungen an der Wirbelsäule und kann schließlich zur kompletten Unbeweglichkeit führen. Zwar lässt sich das Fortschreiten der Krankheit therapeutisch begrenzen.
Eine ursächliche Bekämpfung ist jedoch nicht möglich. Dementsprechend niedergeschlagen reagierten Fans auf Neubauers Kommentar: „Leider ist die Krankheit aber bei mir schon relativ weit fortgeschritten.“ Dennoch bekam die Schauspielerin die tückische Erkrankung offensichtlich gut in den Griff. So erreichte sie 2025 bei „Let’s Dance“ immerhin den sechsten Platz von 14 Teilnehmenden.
Altersdiskriminierung im deutschen Fernsehen?
2024 hatte Christine Neubauer in der „NDR Talk Show“ eine Diskriminierung angeprangert, die sie gleich doppelt betrifft. So würden ältere Schauspieler – und hier vor allem Frauen – im Fernsehen „unsichtbar“. Dabei gehe es nicht nur um Besetzungsprobleme. Auch Projekte mit älteren Protagonistinnen ließen sich nur noch schwer verwirklichen. In eine ähnliche Kerbe schlug zuletzt ihre Kollegin Anja Kruse mit der Feststellung: „Bei vielen deutschen Sendern regiert der Jugendwahn.“
Produzieren die Verantwortlichen am Publikumsgeschmack vorbei?
Weitere Aufschlüsse liefern Christine Neubauers Antworten im Rahmen einer Instagram-Fragerunde. Die Schauspielerin beginnt mit einer positiven Bestandsaufnahme: „Meine Filme laufen rauf und runter, und es scheint, als würden die Zuschauer sie genauso lieben wie sich.“ Danach kommt sie aber zum Problem: „Die Geschichten, diese Art von Filmen, werden heute kaum noch produziert.“ Dem daraus resultierenden Widerspruch steht Christine Neubauer ratlos gegenüber: „Warum der Blick auf das Publikum und seine Bedürfnisse verloren gegangen ist, kann ich mir manchmal wirklich nicht erklären!“
Was möchte Christine Neubauer drehen?
Die 63-Jährige wünscht sich vor allem mehr Produktionen in einem bestimmten Genre: „Grundsätzlich würde ich sehr gern wieder Komödien drehen.“ Eine Begründung dafür liefert sie auch direkt: „Sie erhellen die Welt, öffnen Herzen und zaubern uns allen ein Lächeln ins Gesicht.“ Offensichtlich sieht die Schauspielerin Komödien im deutschen TV derzeit unterrepräsentiert. Alternativ wünscht sich Christine Neubauer „Filme wie Die Geierwally, Ein Sommer auf Sylt oder Belle und der Feigenbaum. Sie alle zeigen, wie viel Herz, Leichtigkeit, Humor und Verstand zusammen möglich sind.“
Was gibt es Neues von Christine Neubauer?
Die Schauspielerin erklärt bei Instagram, dass es bei ihr „außer ‚Hundswut‘ nichts Neues zu erzählen“ gäbe. Dabei handelt es sich um einen von Daniel Alvarenga inszenierten Film aus dem Jahr 2024, in dem Neubauer neben Christian Tramitz eine Hauptrolle spielt. Zudem soll im Mai 2026 ihr Buch über Mallorca erscheinen, das die 63-Jährige als „Herzensprojekt“ bezeichnet.
Vielleicht gibt es Christine Neubauer aber schon bald wieder auf der Leinwand zu sehen. Für ein Filmprojekt gab es nämlich kürzlich eine Fördermittelbewilligung: „Wenn alles gut geht, könnte dieses Roadmovie noch in diesem Jahr gedreht werden, mit mir als Schauspielerin und Produzentin.“ Allerdings handelt es sich um ein chilenisches Projekt, bei dem nicht klar ist, ob und wann es den Weg nach Deutschland findet.
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