Trump vs. Kimmel

Donald Trump fordert erneut Entlassung von Jimmy Kimmel – nach Scherz über Melania

28.04.2026, 07.38 Uhr
Jimmy Kimmel sorgt mit Witzen über Melania Trump für Aufregung. Donald Trump fordert daraufhin erneut den Rauswurf des Moderators von ABC.
Donald Trump
Donald Trump hat Netflix mit Konsequenzen gedroht, sollte sich der Konzern weigern, eine hochrangige Demokratin aus dem eigenen Vorstand zu entlassen.  Fotoquelle: 2026 Getty Images/Kevin Dietsch

Jimmy Kimmel ist mal wieder ein Dorn im Auge des US-Präsidenten Donald Trump. Der Moderator hatte sich eine scherzhafte Bemerkung über die First Lady Melania erlaubt, nun fordert ihr Ehemann Konsequenzen. Aufgrund eines "verabscheuungswürdigen Aufrufs zur Gewalt" müsse Kimmel "sofort von Disney und ABC gefeuert werden", schrieb Trump auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social.

Der US-Moderator hatte sich in seiner Sendung "Jimmy Kimmel Live!" am 23. April über die zwei Tage später von einem Angriffsversuch überschattete Dinner-Veranstaltung der White House Correspondents' Association (WHCA) in Washington lustig gemacht. Bei dem nachgestellten Event scheute er auch nicht vor einem Witz über Melania Trump zurück. Diese habe das "Leuchten einer werdenden Witwe", sagte er zu einer Einblendung der Präsidenten-Gattin.

Bei der Gala in der US-Hauptstadt hatte ein bewaffneter Mann am Samstag versucht, den Kontrollbereich außerhalb des Festsaals zu überwinden. Bei der Festnahme des 31-Jährigen fielen mehrere Schüsse. Ein Sicherheitsbeamter war bei dem Vorfall leicht verletzt worden. Trump und andere Teilnehmer der Veranstaltung wurden von der Bühne geführt und in Sicherheit gebracht.

Trump-Regierung sieht Verbindung zwischen Parodie und Gala-Vorfall

Ganz offensichtlich versucht die Trump-Regierung, den Vorfall nun auch in Bezug auf Kimmel zu instrumentalisieren. Es soll offenbar eine Verbindung hergestellt werden zwischen Kimmels Äußerung und dem mutmaßlichen Angriffsversuch. Auch die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, stellte am Montag einen Zusammenhang her. "Diese Rhetorik über den Präsidenten, die First Lady und ihre Unterstützer ist völlig verrückt", erklärte sie.

Melania Trump äußerte ebenfalls ihre Empörung über den "Monolog" des Moderators. Die Bemerkungen Kimmels seien "hasserfüllte und gewalttätige Rhetorik" gewesen, die das Ziel hätten die US-Gesellschaft zu spalten, schrieb sie am Montag auf dem sozialen Netzwerk X. Seine Worte seien "zerstörerisch" und würden die politische Krise in Amerika verschärfen.

Mit dem Konflikt erreicht die Fehde zwischen Donald Trump und dem regierungskritischen Kimmel den nächsten Höhepunkt. Im September vergangenen Jahres war seine Show "Jimmy Kimmel Live!" auf Druck des Präsidenten vom Sender ABC abgesetzt worden. Zuvor hatte der Moderator der US-Regierung vorgeworfen, die Ermordung des rechten Aktivisten Charlie Kirk politisch zu instrumentalisieren. Nach scharfer Kritik an der Absetzung nahm ABC-Mutterkonzern Disney die Sendung wieder ins Programm.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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