Dieter Hildebrandt

Lesermeinung
Geboren
23.05.1927 in Bunzlau, Schlesien, Polen
Gestorben
20.11.2013 in München, Deutschland
Sternzeichen
Biografie
Der Gelegenheitsschauspieler und Autor war Deutschlands bekanntester und dienstältester Kabarettist. Seit Anfang der Achtziger bis zu seinem Rückzug 2003 sorgte der Wahlmünchner im "Scheibenwischer" für die klare Sicht der Dinge im Ersten, nachdem ihm das ZDF 1979 nach 66 Ausgaben seiner "Notizen aus der Provinz" fürs Wahljahr 1980 eine Ruhepause nahelegte. Aber gepfiffen!

Der Sohn eines Oberlandwirtschaftsberaters blieb eine kritisch-humorvolle TV-Instanz. "Keiner beherrscht wie er die hohe Schule der Anspielungen, die Kunst des uneigentlichen Sprechens, mal mit vorsätzlich verhaspelten Worten, mal mit Sätzen, die in der Schwebe bleiben und im Kopf der Zuhörer vervollständigt werden. Keiner mischt die kabarettistischen Karten aus Komik, Kalauer und Kritik so geschickt wie er: Hildebrandt ist eine Spielernatur" lobte die Jury der Bonner Kabarettisten-Bühne Pantheon 2001 bei der Verleihung ihres Sonderpreises.

"Ursprünglich wollte Hildebrandt Marineoffizier werden", hat der WDR über ihn zusammengetragen. "Nach dem Krieg, den er kurz als Soldat und dann in britischer Gefangenschaft verbrachte, machte er sein Abitur nach und studierte in München Literatur, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften. Er begann selber Texte zu schreiben und gründete 1955 das Studenten-Kabarett "Die Namenlosen".

Mitte der Fünfzigerjahre lernte er den Sportreporter Sammy Drechsel kennen. Gemeinsam hoben sie 1955 die "Münchener Lach- und Schießgesellschaft" aus der Taufe, deren Programm ab 1963 regelmäßig für das Fernsehen aufgezeichnet wurde. 'Nebenbei' arbeitet Dieter Hildebrandt als Texter und Schauspieler" (z.B. für die Serie "Kir Royal"). 1986 veröffentlichte er seine Autobiografie "Was bleibt mir übrig".

Zu seinen zahlreichen Preisen und Auszeichnungen gehören u.a. der Schillerpreis, der Kritikerpreis, der Telestar und der Grimmepreis. Ob als eigenbrödlerischer Playboy Dr. Friedhelm Eigenbrodt in der Komödie "Man spricht deutsh" (1987), als angetrunkener Professor Berzelmayer in der Karneval-Satire "Kehraus" (1983) oder als Senior Herr Fuchs in der TV-Krimikomödie "Silberdisteln" (1998), - großer Verstellungskünste bedurfte es bei Hildebrandt nie, um auch im Film als komisch-hintergründige Figur zu überzeugen. Er blieb hier nicht zuletzt durch seine Sprache der Kabarettist.

Und auch nach seinem Rückzug aus dem "Scheibenwischer" zeigte Hildebrandt, dass er noch ein durchaus streitbarer Mensch ist und sich noch längst nicht aufs Altenteil zurückgezogen hat. Als Mathias Richling Anfang 2009 ankündigte, dass auch Comedians in der Sendung auftreten werden, verbot ihm Hildebrandt die Verwendung des Namens "Scheibenwischer", den er sich bereits 1980 hatte sichern lassen. Im November 2013 ist der große Kabarettist an den Folgen einer Krebserkrankung vollkommen überraschend verstorben.

Weitere Filme und TV-Produktionen, deren Stoßrichtung vielfach bereits aus den Titel spricht: "Denn sie müssen nicht was sie tun" (1957), "Bette sich wer kann" (1958), "Im gleichen Schrott und Trott" (1958), "Eine kleine Machtmusik" (1958), "Warten auf Niveau" (1959), "Der Widerspenstigen Lähmung" (1959), "Tour de Trance", "Mein Mann, das Wirtschaftswunder" (Buch), "Sturm im Wasserglas", "Lampenfieber" (alle 1960), "Wähl den, der lügt" (1961), "Überleben Sie mal" (1962), "Streichquartett" (1962, auch Buch), "Halt die Presse" (1963), "Krisen-Slalom" (1964), "Zwei Girls vom roten Stern" (1966), "Die Spaßvögel" (1967), "Plonk" (1972), "Meier" (1985), "Go Trabi, go" (1991), "Wir Enkelkinder" (1992), "Willkommen in Kronstadt" (1996), "Sonny Boys" (2001), "Zettl" (2012).

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