The Jungle Book

  • Mogli (Neel Sethi) bekommt mal wieder eine Lehrstunde von Baghira. Die Zweifel an der Dschungeltauglichkeit des kleinen Jungen werden immer größer. Vergrößern
    Mogli (Neel Sethi) bekommt mal wieder eine Lehrstunde von Baghira. Die Zweifel an der Dschungeltauglichkeit des kleinen Jungen werden immer größer.
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  • Die Elefantenparade fällt um einiges nüchterner aus als im Trickfilm von 1967. Ihr Stapfen durch das Unterholz ist vielmehr imposant als witzig. Vergrößern
    Die Elefantenparade fällt um einiges nüchterner aus als im Trickfilm von 1967. Ihr Stapfen durch das Unterholz ist vielmehr imposant als witzig.
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  • Bedrohlich und vom Feuer gezeichnet: Shir Khan fürchtet das Menschenkind Mogli und überzieht den Dschungel mit seinem Terror. Solange der Junge nicht zwischen seine Pfoten kommt, wird er keine Ruhe geben. Vergrößern
    Bedrohlich und vom Feuer gezeichnet: Shir Khan fürchtet das Menschenkind Mogli und überzieht den Dschungel mit seinem Terror. Solange der Junge nicht zwischen seine Pfoten kommt, wird er keine Ruhe geben.
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  • "Probier's mal mit Gemütlichkeit": Balu heitert Mogli (Neel Sethi) auf dessen Flucht vor Shir Khan auf. Spätestens das gemeinsame Singen lässt alle Sorgen vergessen. Vergrößern
    "Probier's mal mit Gemütlichkeit": Balu heitert Mogli (Neel Sethi) auf dessen Flucht vor Shir Khan auf. Spätestens das gemeinsame Singen lässt alle Sorgen vergessen.
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  • Wahrlich monströs: King Louie ist wohl die Figur, die am meisten von der Trickfilmvorlage abweicht. Statt listig-lustig ist er diesmal ein brutales Ungetüm. Vergrößern
    Wahrlich monströs: King Louie ist wohl die Figur, die am meisten von der Trickfilmvorlage abweicht. Statt listig-lustig ist er diesmal ein brutales Ungetüm.
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  • Natürlich darf auch die Schlange Kaa nicht fehlen, die Mogli (Neel Sethi) mit Stimme und Augen einlullt. Vergrößern
    Natürlich darf auch die Schlange Kaa nicht fehlen, die Mogli (Neel Sethi) mit Stimme und Augen einlullt.
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  • Die Trennung vom Wolfsrudel fällt Mogli (Neel Sethi) sichtlich schwer. Der Familiensinn spielt in "The Jungle Book" eine größere Rolle. Vergrößern
    Die Trennung vom Wolfsrudel fällt Mogli (Neel Sethi) sichtlich schwer. Der Familiensinn spielt in "The Jungle Book" eine größere Rolle.
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Spielfilm, Abenteuerfilm
Düsterer Dschungel, helle Freude
Von Jasmin Herzog

Infos
Spielfilm in HD, [Bild: 16:9 ]
Originaltitel
The Jungle Book
Produktionsland
USA
Produktionsdatum
2016
Altersfreigabe
6+
Kinostart
Do., 14. April 2016
ProSieben
So., 09.12.
20:15 - 22:20


Disney traute sich wahrlich, auch "Das Dschungelbuch" neu und real zu verfilmen. Mit solch einem Erbe sollte man eigentlich nicht spielen. Es sei denn, man macht es richtig.

Von manchen Kulturgütern der Popwelt sollte man einfach die Finger lassen. Der Trickfilm "Das Dschungelbuch" aus dem Jahr 1967 genießt vor allem in Deutschland einen unvergleichlichen Status als einer der besten seiner Art. Trotz längst veränderter Sehgewohnheiten zaubern gerade die Lieder immer wieder neuen Generationen ein Lächeln ins Gesicht. Disney verfilmte die Geschichte von Rudyard Kipling dennoch neu, und als Realfilm noch dazu. Ewig sollte man sich mit den Bauchschmerzen aufgrund dieser Entscheidung nicht plagen: "The Jungle Book" (2016) zieht als Trick-Feuerwerk mit dezent anderen Figurzeichnungen in seinen Bann. ProSieben zeigt die gelungene Aktualisierung des Klassikers nun als deutsche Free-TV-Premiere.

Es gibt ein Wiedersehen mit fast allen altbekannten Figuren. Der Fokus liegt aber natürlich auf Mogli, dem einzigen Menschen weit und breit in dem weitgehend computergenerierten Monstrum. Der zwölfjährige Filmnovize Neel Sethi springt, fällt, rutscht, hangelt und quasselt sich frech durch die heute fast unwirklich wirkende Dschungelwelt. Diese steckt nämlich so voller natürlichem Ursprung, besticht mit einer solchen Fülle und Unberührtheit, wie man sie heute kaum noch auf dieser Erde vermuten würde.

Bereits der Knirps und die Landschaft beeindrucken. Doch da wären ja auch noch die äußerst realistischen tierischen Charaktere. Balu etwa, im englischen Original gesprochen von Bill Murray. In der deutschen Fassung grummelt Armin Rohde Mogli ins Ohr, er möge ihm doch auf der Jagd nach Honigwaben behilflich sein. Natürlich führt wieder Baghira (Ben Kingsley / Joachim Król) durch die Geschichte. Er trainiert das Findelkind, bereitet es auf das harte Leben im Dschungel vor und will schließlich dafür Sorge tragen, dass sich die Wege des Jungen nicht mit denen des despotischen Tigers Shir Khan (Idris Elba / Ben Becker) kreuzen.

Eine bildschirmfüllende Überraschung ist Orang-Utan King Louie (Christopher Walken / Christian Berkel). Dass das monströse Ungetier zu singen beginnt, mag nicht ganz passen. Auf "Ich wär' so gern wie du" wollte man jedoch nicht verzichten. Balus "Probier's mal mit Gemütlichkeit" mutiert im Laufe des Films sogar zum musikalischen Thema.

"The Jungle Book" ist actionreich und spannend. Die Bedrohung der fiesen Charaktere, vor allem durch Shir Khan, scheint allgegenwärtig. Trotzdem finden Jon Favreau und seine Mannen immer wieder auch den Witz, den es braucht, um Kinder nicht völlig zu verschrecken. Die erwartbare Episodenhaftigkeit des Films, also das Hangeln Moglis von einer bekannten Figur und Gefahr zur nächsten, mag zwar für heutige Standards etwas altbacken wirken, steigert die Vorfreude von Fans der Trickfilmvorlage aber immer weiter. Gerade das macht die technisch famose Neufassung zu einer überaus gelungenen.

Ob sie auch die bessere Adaption ist, erweist sich aktuell: Nur zwei Jahre nachdem Jon Favreau seine Realverfilmung in die Kinos brachte, steht nun die zweite neue Version des Roman-Klassikers bereit. Andy Serkis' "Mogli – Legende des Dschungels" startete kürzlich bei Netflix und fällt noch einmal deutlich düsterer aus.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "The Jungle Book" finden Sie hier.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Der Trailer zu "The Jungle Book"

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