Sam Raimi

Samuel M. Raimi
Lesermeinung
Geboren
23.10.1959 in Franklin, Michigan, USA
Alter
61 Jahre
Sternzeichen
Biografie
Er ist eine der schillerndsten Figuren des amerikanischen Filmgeschäfts, einer der kreativsten, eigenwilligsten und innovativsten Filmemacher und Produzenten, der sich jeder Einordnung verweigert und immer wieder selbst seine größten Fans mit ungewöhnlichen und unerwarteten Karriereschritten verblüfft: der Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Sam Raimi.

Zunächst als Schöpfer des berühmt-berüchtigten Splatter-Spektakels "Tanz der Teufel" (1982) zu Ruhm gekommen, schwamm sich Raimi mit zwei Filmen auf erstaunliche Weise frei: Sein tragischer Thriller "Ein einfacher Plan" (1998) offenbarte eine atemberaubende Reife und Tiefe, während er mit dem Sportdrama "Aus Liebe zum Spiel" (1999) mit Kevin Costner bewies, dass er sich auch auf dem Gebiet des Mainstream mühelos zurechtfindet. Als ausführender Produzent der Erfolgsserien "Xena" und "Hercules" avancierte Raimi zudem zu einer regelrechten Macht im Fernsehen.

Sam Raimi drehte schon im Kindesalter erste 8mm-Filme, für die er sich von seiner umfangreichen Comic-Sammlung inspirieren ließ. Während seiner Studienzeit an der Michigan State University lernte er seinen Freund und Partner Robert Tapert, einen angehenden Schauspieler, kennen. Mit ihm gründete er schon damals die Firma Renaissance Films, unter deren Banner die meisten seiner späteren Regiearbeiten entstanden. Mit seinem Bruder Ivan, der auch Koautor des US-Kinoerfolgs "Darkman - Der Mann mit der Gesichtsmaske" (1990) war, rief Sam Raimi an der Uni die Society of Creative Filmmaking ins Leben. Ebenfalls am College schloss er Freundschaft mit Bruce Campbell, der als unerschrockener Held Ash in der "Tanz-der-Teufel"-Trilogie in die Filmgeschichte eingehen sollte.

Und schließlich waren da noch die Coen-Brüder Ethan und Joel, mit denen Sam Raimi das Drehbuch zu seiner zweiten Regiearbeit, "Die Killer-Akademie" (1985), schrieb. Mit "Tanz der Teufel II" gab er wieder Gas: In diesem wahnwitzigen Spektakel, essentiell eine Neubearbeitung des Originals, ließ Raimi seiner Fantasie freien Lauf. Mit dem schwerelosen Einsatz der Steadicam setzte er Maßstäbe, ohne die das heutige Kino - geschweige denn Werbung und Videoclips - nicht denkbar wäre. Sechs Jahre später schloss er die Trilogie mit dem augenzwinkernden Zeitreisetrip "Armee der Finsternis" (1992), eine Hommage an die Abenteuerfilme der Fünfzigerjahre und des Effektekinos des Ray Harryhausen, ab.

Davor hatte Raimi mit einer weiteren Hommage an Genrefilme der Fünfziger, "Darkman" mit Liam Neeson und der späteren Oscar-Gewinnerin Frances McDormand, seine erste Studioarbeit und seinen ersten Nummer-Eins-Erfolg in den amerikanischen Kinocharts abgeliefert. Sein 1994 entstandener Neo-Western "Schneller als der Tod", eine tiefe Verbeugung vor dem Italo-Western mit Sharon Stone, Gene Hackman, Leonardo DiCaprio und Russell Crowe in den Hauptrollen, wartete mit den gewohnten visuellen Gimmicks und schrägen Kameraperspektiven auf, ließ aber erste Vermutungen aufkommen, dass Raimi zwar ein Meister der Verpackung sei, Inhalte und Drama aber nicht allzu ernst nähme.

Sam Raimi ist nicht nur ein begnadeter Regisseur, sondern hat sich auch Lorbeeren als Drehbuchautor und Produzent verdient. Für David O'Malley schreib und produzierte er bereits 1990 die Actionparodie "Die Girls Gang", 1993 produzierte er den John Woo-Streifen "Harte Ziele" mit Jean Claude Van Damme, für seine Freunde, die Coens, schrieb er das Skript zu "Hudsucker - Der große Sprung" (1994).

Darüber hinaus spielte Sam Raimi immer wieder kleinere Rollen in seinen Filmen, stand aber auch für Regie-Kollegen vor der Kamera: Ungenannt agierte er in seinem Horrorfilm "Tanz der Teufel", für John Landis spielte er in "Spione wie wir" (1985), für Joel Coen in "Miller's Crossing" (1990), erneut für Landis in "Bloody Marie - Eine Frau mit Biß" (1992), für William Dear in dem TV-Abenteuerfilm "Gefährliche Reise zum Mittelpunkt der Erde" (1993), für Mike Binder in "Ein Sommer unter Freunden" (1993), für Joel Coen in "Hudsucker - Der große Sprung" (1994), für Mick Garris in "The Stand - Das letzte Gefecht" (1994), für Brian Levant in "Flintstones - Die Familie Feuerstein" (1994), sowie erneut für Mike Garris in "Stephen King's The Shining" (1997).

2000 inszenierte Raimi den düsteren Mystery-Thriller "The Gift - Die dunkle Gabe", dem die drei spektakulären Comic-Verfilmungen "Spider-Man" (2002), "Spider-Man 2" und "Spider-Man 3" (2007) folgten. Mit "Drag Me to Hell" kehrte er 2009 schließlich zum Horror-Genre zurück.

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