Diane Keaton

Einst Gespielin von Woody Allen: Diane Keaton. Vergrößern
Einst Gespielin von Woody Allen: Diane Keaton.
Fotoquelle: s_bukley/shutterstock.com
Diane Hall
Geboren: 05.01.1946 in Los Angeles, Kalifornien, USA

Die leicht zugeknöpfte Art und ihre kühle Ausstrahlung sicherte Diane Keaton immer wieder Frauenrollen der oberen Mittelklasse. Der Anfang ihrer Karriere ist eng mit den Gesellschafts-Komödien ihres ehemaligen Lebensgefährten Woody Allen verknüpft. Die Arbeit mit dem "Stadtneurotiker" wird der Startschuss zu ihrer Karriere als Schauspielerin und auch als Regisseurin (Regie-Debüt 1983). Die gemeinsame Arbeit mit Woody begann mit dem erfolgreichen Broadway-Bühnenstück "Mach's noch einmal, Sam" (1969). Bereits ein Jahr später gab sie in einer Nebenrolle mit "Liebhaber und andere Fremde" (1970) unter der Regie von Cy Howard ihr Filmdebüt.

Keaton hatte zu Beginn ihrer Karriere das Glück zur richtigen Zeit im richtigen Film mitzuspielen: Francis Ford Coppolas Kinoknüller "Der Pate" (1972). Sie spielt die Geliebte Michael Corleones (Al Pacino) und kann an diese Erfolge auch in den Fortsetzungen des Paten 1974 und dann noch einmal 1990 anknüpfen. Nach den Erfolgen unter Coppola folgten weitere Filme mit Woody Allen: die Verfilmung des Theaterstoffs "Mach's noch einmal, Sam" (1972), "Der Schläfer" (1973), "Die letzte Nacht des Boris Gruschenko" (1974). 1977 kam Allens vierter Film mit Keaton heraus: "Der Stadtneurotiker". Ein Meilenstein der Gesellschaftskomödie, das bittersüße Porträt einer Ehe ohne Heile-Welt-Attitüden. "Der Stadtneurotiker" wurde nicht nur als bester Film des Jahres ausgezeichnet, er bescherte Keaton außerdem einen Oscar als beste Schauspielerin. Die Krönung ihrer Zusammenarbeit mit Allen.

Auch die Folgezeit ist von der Zusammenarbeit mit Allen geprägt: Nach der Hauptrolle in Richard Brooks' verstörendem Drama "Auf der Suche nach Mr. Goodbar" (1976) sieht man sie in Allens "Innenleben" (1978) sowie in "Manhattan" (1978). Als sich das Paar trennte, begann Keaton eine Affäre mit Warren Beatty. Beide drehen 1981 den Film "Reds", der Diane Keaton eine Oscar-Nominierung als beste Schauspielerin einbringt. Gelobt wird Keaton für "Flucht zu dritt" (1985) und "Baby Boom" (1987). Woody Allens "Radio Days" (1987) führt die beiden wieder zusammen. Keaton erhält eine kleine Rolle als Sängerin und leistet in der Folgezeit verstärkt Regiearbeit, u. a. für "Wilde Sehnsucht" (1991), "Dirty Tricks" (1992) und "Entfesselte Helden" (1995). Daneben Rollen in bekannten Produktionen wie den Komödien "Vater der Braut" (1991) und die Fortsetzung "Ein Geschenk des Himmels - Vater der Braut II" (1995). In "Amelia Earhart - Der letzte Flug" (1994) spielt Keaton die Titelrolle der Flugpionierin.

In jüngerer Zeit war Diane Keaton erfolgreich neben Bette Midler und Goldie Hawn in der Komödie "Der Club der Teufelinnen" (1996). 1997 kam das Gesellschaftsdrama "Marvins Room" mit Robert De Niro und Meryl Streep in die deutschen Kinos. Ein Jahr später sah man Diane Keation in Peter Mastersons Liebesdrama "Liebe aus zweiter Hand" an der Seite von Sam Shepard, 1999 zusammen mit Juliette Lewis in Garry Marshalls Komödie "Ganz normal verliebt", sowie 2000 in ihrer Regiearbeit "Aufgelegt!". 2003 folgte mit "Was das Herz begehrt" eine herzerfrischende Komödie, in der Diane Keaton nach "Reds" wieder mit Jack Nicholson vor der Kamera stand. Und 2005 spielte sie in der Familienkomödie "Die Familie Stone - Verloben verboten!". Ein Totalausfall war schließlich 2007 die Komödie "Von Frau zu Frau".

Weitere Filme mit Diane Keaton: "Das Muttersöhnchen" (2007), "Mad Money" (2008), "Morning Glory" (2010), "Woody Allen: A Documentary" (2011), "The Big Wedding" (2012), "Alle Jahre wieder - Weihnachten mit den Coopers" (2015).


Zur Filmografie von Diane Hall
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