Nicht nur in seiner Autobiografie "Born to Run", sondern auch in der gleichnamigen Dokumentation gewährt Bruce Springsteen Einblicke in sein Seelenleben.

"Ein Buch, das so fesselnd und episch ist wie ein Konzert von Springsteen", schrieb "Der Spiegel" über "Born to Run". Die vor zwei Jahren erschienene Autobiografie Bruce Springsteens ist ein Bestseller. Im Herbst 2016 ging der US-amerikanische Songwriter auf eine PR-Tour, um sein 672 Seiten starkes Werk zu präsentieren. Der Dokumentarfilmer Nigel Cole begleitete den "Boss" damals und sprach mit ihm über sein Leben und seine Musik. Entstanden ist eine Dokumentation, die es hervorragend schafft, den Mythos Bruce Springsteen einzufangen.

"Wenn man seine Autobiografie schreibt", sagt Springsteen, "kann man sich nicht hinter jemand anderem verstecken." So offen wie in seinem Buch spricht Springsteen auch in der Dokumentation über seine Kindheit in New Jersey, über die schwierige Beziehung zu seinem Vater und über die erste Begegnung mit der Welt der Musik. "Was Werte betrifft, wie man die Welt sieht, wie man aufgewachsen ist", das sei es, sagt er, was den Menschen ausmacht.

Der heute 69-Jährige gibt sich reflektiert, ist sich bewusst, wie schmal der Grat ist zwischen Bandleader und Diktator: "Bei der Arbeit haben sich alle nach meinen Zeitvorstellungen zu richten", erklärt er. "Der Boss" spricht von der Euphorie des Tourens und den Abstürzen, wenn man wieder zu Hause ist. In ausführlichen Interviews und mit Archivaufnahmen erzählt der Film auch von den Widersprüchen amerikanischer Freiheitssehnsucht, für die Springsteen noch heute der Inbegriff ist.


Quelle: teleschau – der Mediendienst