"Percy Stuart" hat noch eine Rechnung offen – im wahrsten Wortsinne. Schauspieler Claus Wilcke war in genannter Rolle von 1969 bis 1972 im TV zu sehen und sorgte für bombastische Zuschauerzahlen. Bis zu 22 Millionen Deutsche wollten sehen, wie er sich als US-Millionär eine Mitgliedschaft in einem Nobel-Club erkämpfte. Bei so viel Popularität sollte er gut verdient haben, möchte man meinen. Doch nun behauptet der TV-Star gegenüber "Bild", dass er um ganze 1,8 Millionen D-Mark betrogen wurde!

"Ich habe damals die Titelmelodie eingesungen. Ich hatte bei der Aufnahme vorbeigeschaut, und der Dirigent meinte: 'Probier's mal", so Wilcke. Fans wissen, dass der heute 79-Jährige den Song zu "Percy Stuart" so gut intonierte, dass sich die Produzenten dazu entschlossen, seine Version zu übernehmen. Selbstverständlich wurde "Wo wird der Weg nur einmal enden" auch als Single in die Plattenläden gebracht. Ein Riesenerfolg, wie sich Wilcke erinnert: "Die Single ist rund 1,8 Millionen Mal verkauft worden. Mir hätte eigentlich eine Mark pro verkaufter Single zugestanden, also rund 1,8 Millionen D-Mark. Da habe ich nichts von gesehen."

Dem Geld trauert der Kultmime noch heute hinterher: "Ich hatte keinen Agenten, so wurde ich über den Tisch gezogen. Das war nicht anständig, das habe ich nie verziehen." Hoffnung auf Gerechtigkeit besteht indes nicht: "Die verantwortlichen Firmen existieren aber nicht mehr."

Der Betrag klingt etwas utopisch, eine mittlere sechsstellige Summe wäre nach damaligen Konditionen aber denkbar gewesen. Glücklicherweise hat ihm das aber nicht die Lust am schauspielen verdorben – sogar in hohem Alter ist Wilcke noch beruflich aktiv. Ab Montag, 5. November, ist er beispielsweise als Graf Miro Szabor in einer längeren Gastrolle in der Soap "Unter uns" zu sehen. Der Dauerbrenner ist unter der Woche immer um 17.30 Uhr in RTL zu sehen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst