Schauspielerin Christine Kaufmann ist in der Nacht zum Dienstag im Alter von 72 Jahren gestorben. Das teilte ihr Management der Deutschen Presse-Agentur mit. Als "Rosen-Resli" wurde sie im Nachkriegsdeutschland zum Kinderstar.

1945 in der Steiermark in Österreich geboren, wurde Christine Kaufmann bereits im Alter von neun Jahren zum Kinostar. In dem Film "Rosen-Resli" von Regisseur Harald Reinl ist sie 1954 in der Titelrolle zu sehen und avancierte zum Publikumsliebling. Der Schritt nach Hollywood folgte prompt und für ihre Rolle in "Stadt ohne Mitleid" bekam sie einen Golde Globe Award als beste Nachwuchsdarstellerin.

Bei den Dreharbeiten zu "Taras Bulba" (1961) lernte Kaufmann ihren späteren Ehemann Tony Curtis kennen und lieben. Der Schauspieler trennte sich ihretwegen nach elf Jahren Ehe von seiner Frau Janet Leigh und das Paar bekam mit Alexandra und Allegra Curtis zwei gemeinsame Töchter.

Nach fünf Jahren wurde die Ehe allerdings wieder geschieden und Kaufmann zog nach Deutschland zurück. Hier war sie in TV-Serien wie "Der Kommissar" und "Derrick" zu sehen und spielte in Filmen wie "Der Tod der Maria Malibran" (1971), "Lockruf des Goldes" (1975), "Lili Marleen" (1980) und "Lola" (1981) mit. Neben Helmut Fischer und Ruth Maria Kubitschek wirkte Kaufmann zudem als verschrobene Olga in der TV-Serie "Monaco Franze" von Helmut Dietl mit.

Zuletzt hatten mehrere Medien über eine Erkrankung der Schauspielerin berichtet und Kaufmanns Enkelin Dido Sargent sagte der "Bild": "Meine Großmutter hat immer ganz locker über den Tod gesprochen. Leben und Tod gehören zusammen. Niemand wird geschont. Aber wir hoffen alle, dass wir sie noch mal sprechen können." Dieser Wunsch wurde offenbar nicht erfüllt.

Hier geht es zum Star-Porträt von Christine Kaufmann.