Flüchtlinge, Wohnungsnot, Dreiecksbeziehung, Neukölln: Das ARD-Drama "Die Geschwister" bietet alle Ingredienzien für einen hochaktuellen Berlin-Film.

Seit Jahren gilt das Label "Berlin-Film" als eigenes Genre. Die Hauptstadt als unfertiger Kosmos zum Ausprobieren und als Kulisse für hippe Dramen: Von "Stadt der Engel" über "Lola rennt" bis "Victoria" gleicht sich das filmische Lebensgefühl; nur Bezirk und Thema passen sich jeweils aktuellen Trends an.

Momentan angesagt ist Neukölln, jener Problembezirk, der sich zum Hipster-Zentrum des Landes wandelte. Das erfahren auch "Die Geschwister" Sonja (Irina Potapenko) und Bruno (Julius Nitschkoff), die im gleichnamigen ARD-Drama von Jan Krüger mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus eine Wohnung suchen. Ohne Gehalt und Schufa eine Unmöglichkeit.

Hilfe finden sie in Immobilienverwalter Thies (Vladimir Burlakov), der ihnen illegal eine mietfreie Bleibe beschafft – und eine Affäre mit Bruno beginnt. Langsam erschließen sich Thies die Geheimnisse der geflüchteten Geschwister. Neukölln, Flüchtlinge, Wohnungsnot, Dreiecksbeziehung: Beim Berlin-Film-Bingo gewinnt die WDR-Produktion, die sich der Suche nach Freiheit widmet, problemlos.


Quelle: teleschau – der Mediendienst