National Geographic präsentiert eine seiner seltenen deutschen Eigenproduktion: Am Samstag, 1. September, 21 Uhr, widmet sich der Pay-TV-Sender jenen Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg, die immer noch unter deutschen Böden zu finden sind.

Etwa 5000 Bomben werden pro Jahr entschärft. Die Dokumentation "Eisernes Erbe – Bomben unter Deutschland" legt ihren Fokus auf die Arbeit der Experten vom Kampfmittelräumdienst – deren tägliche Routine die Gefahr ist. Etwa jede Zehnte der insgesamt fünf Millionen auf Nazi-Deutschland abgeworfenen Bomben ist nicht explodiert. Auch heute noch werden etwa 100 Blindgänger pro Woche gefunden. Für die Doku filmte das Team von Producer Frank Gensthaler ("1000 Inseln im Sankt-Lorenz-Strom") Entschärfungen aus nächster Nähe.

"Für mich war die größte Überraschung die Menschen, die diesen Beruf ausführen. Für sie ist es normal, dass sie für jeden von uns, täglich ihr Leben aufs Spiel setzen, das aber für ganz normal befinden. Für uns sind es Helden, für sie ist es ein Job wie jeder andere", erklärt Gensthaler. Obwohl er Geschichte studiert habe, sei ihm "die Menge an Bomben, die immer noch in Deutschland liegt, nicht bewusst" gewesen. "Wenn man sich die Luftaufnahmen anschaut, gibt es sogenannte Gefährdungskreise. Das sind Orte an denen potenziell noch Bomben liegen könnten – und vor allem Brandenburg ist komplett gescheckt, gefühlt an jeder Ecke könnte da noch eine Bombe in der Erde liegen."

National Geographic kann man in Deutschland über Sky empfangen. Auch Kunden von EntertainTV, Unitymedia Horizon, Vodafone Select und GigaTV kommen zum Zug.


Quelle: teleschau – der Mediendienst