Diesen Pitch werden Gründer und Investoren wohl so schnell nicht vergessen. Frank Steinmetz (53) und Christoph Hohl (46) wollten in "Die Höhle der Löwen" mit ihrem Windelsensor "Curaluna" die Investoren begeistern. Doch mit ihrer fehlerhaften Präsentation und hohen Firmenbewertung brachten sie die Experten gegen sich auf. Am Ende gab es trotzdem einen Deal – doch die Freude darüber währte nicht lange.

Ein Sensor in der Windel, der meldet, wenn der Feuchtigkeitsgrad so hoch ist, dass sie gewechselt werden sollte – eigentlich eine gute Idee. Doch leider wirkte das Produkt der beiden Gründer aus Frankfurt alles andere als ausgereift. Im Studio meldete die App volle Winden bei Frank Thelen und Dagmar Wöhrl, obwohl diese ihre Versuchsobjekte noch gar nicht mit Flüssigkeit beträufelt hatten. "Bullshit, ich habe noch gar nichts gemacht", sagte Thelen in seiner gewohnt direkten Art. "Wir haben die Stufe für die Sendung bewusst extrem niedrig angesetzt", so die Ausrede der Gründer. Doch der schlechte Eindruck bei den "Löwen" ließ sich nicht abmildern. 

Vor allem, als sie dann die Geschäftsidee hörten. "Curaluna" wird nicht bloß für teures Geld verkauft, sondern dann wird pro Monat für die App noch eine Art Miete fällig. Ganz schön happig. Dazu noch die aus Sicht der "Löwen" absurd hohe Firmenbewertung – für zehn Prozent der Firmenanteile wollten die Gründer 600.000 Euro haben – und vier von fünf Investoren waren nicht nur raus, sondern regelrecht wütend. 

Wütend war auch Carsten Maschmeyer, dennoch bot der Ehemann von Schauspielerin Veronica Ferres den Gründern einen Deal an. Weil er die Grundidee gut und wichtig findet, wie Maschmeyer betonte. Schließlich sei seine Mutter im Alter lange bettlägerig gewesen und da hätte er sich so etwas gewünscht. Maschmeyer sagte den Erfindern von "Curaluna" eine Soforthilfe von 50.000 Euro zur Produktweiterentwicklung an. Sollte dann das Patent erteilt werden, würde er weitere 550.000 Euro investieren, aber für einen Firmenanteil von 25,1 Prozent.

Doch nach der Sendung platzte der Deal. "Curaluna konnte die Patent-Abmachung nicht einhalten und hat in der Testphase nicht überzeugt. Der Deal ist leider geplatzt", erklärte Maschmeyer bei Twitter.

In einem anderen Tweet sagte er, dass es schon einen Wettbewerber gab. Ein weiterer Grund, warum er nicht bei seinen Investitionsabsichten blieb.

Die Gründer haben die Hoffung offenbar aber noch nicht ganz aufgegeben. "Wir hatten sehr konstruktive Treffen mit Maschmeyer und seinem Team in guter Atmosphäre. Jetzt haben wir uns entschieden, noch nicht zusammenzukommen. Vielleicht kommt es aber zu einem späterem Zeitpunkt zu einem Investment", sagte Steinmetz dem Magazin "Gründerszene". Er hofft auch weiterhin auf ein Patent für "Curaluna".