Deutsch-estnischer Spielfilm: 1953 flieht ein estnischer Fechter vor der sowjetischen Geheimpolizei und gründet in einer estischen Kleinstadt eine Fechtschule für Kinder, die bis heute überlebt.

Die Geschichte des 2016 für einen Golden Globe nominierten Films "Die Kinder des Fechters" von Klaus Härö beruht auf der Lebensgeschichte des Fechters Endel Nelis (1925-1993), der in der kleinen Küstenstadt Haapsalu in den 50er-Jahren eine Fechtschule begründete. Seinen Fechtclub gibt es bis heute, zahlreiche Erfolge wie Weltmeistertitel und Olympische Medaillen wurden von ihm verbucht.

1953: Der Este Endel (Märt Avandi) ist auf der Flucht vor dem sowjetischen Geheimdienst, der ihn als Ex-Soldaten der deutschen Wehrmacht verfolgt. Edel musste die Sportuniversität in Leningrad verlassen und versucht, sich als einfacher Lehrer in einem kleinen Ort an der estnischen Küste zu verbergen. Dort findet er einen Haufen verarmter Kinder vor, Waisen ohne passende Kleidung und unterernährt. Die Väter starben im Krieg oder wurden in Lager deportiert.

Endel soll auf Geheiß der Partei einen Sportclub für die Kinder zu gründen und besinnt sich auf seine große Leidenschaft, das Fechten. Mit dem Schulleiter, der im Fechtsport ein Überbleibsel aus aristokratischen Zeiten sieht, führt das immer wieder zu scharfen Konflikten.

Endel und die Kinder wachsen indessen immer mehr zusammen – bis sie zu einem großen Wettbewerb nach Leningrad eingeladen werden. Endel muss sich zwischen den Träumen der Kinder und seiner drohenden Verhaftung entscheiden.


Quelle: teleschau – der Mediendienst