In der zweiten Staffel der Netflix-Survival-Serie "The Rain" muss Simone ihren Bruder Rasmus vor den Fängen eines mächtigen Pharmaunternehmens schützen – und eine Möglichkeit finden, ihn von dem Virus zu heilen.

Die Gefahr kam von oben: Nachdem ein tödlicher Regen auf Norwegen niederprasselte, vollzog sich in der ersten Staffel der Netflix-Produktion "The Rain" eine rasend schnelle Entvölkerung im skandinavischen Land. Glück im Unglück hatten die Jugendliche Simone (Alba August) und ihr Bruder Rasmus (Lucas Lynggaard Tønnesen), die sich in einem Bunker in Sicherheit bringen konnten. Erst als die Vorräte knapp wurden, verließen sie das sichere Nest und schlugen sich mit einer Gruppe Überlebender durch die Postapokalpyse. Ab 17. Mai hat Netflix die zweite Staffel der dänischen Produktion im Programm.

In den acht neuen Folgen der Serie sind die Geschwister auf der Flucht vor den Angehörigen des Pharma-Unternehmens Apollon, das mutmaßlich für den tödlichen Regen verantwortlich ist. Sie jagen Rasmus, der mit einer mutierten Version des Virus infiziert ist und deswegen seine Umgebung bedroht. Mit der Unterstützung ihrer Freunde will Simone ihren Bruder in Sicherheit bringen und ihn heilen. Als die Gruppe auf die Forscherin Fie (Natalie Madueño) trifft, findet sie in einem unterirdischen Labor Unterschlupf. Eine Operation soll Rasmus retten und zu neuen Erkenntnissen über den Virus führen. Doch der Eingriff endet in einer Katastrophe und bringt die Jugendlichen in große Gefahr.

War die erste Staffel von "The Rain" noch eine Mischung aus Coming-of-Age und Postapokalypse, gestalten sich die neuen Folgen über weite Strecken als Flucht ohne Ziel. Themen wie erste amouröse Annäherungen und das Erwachsenwerden ohne Eltern treten bis auf wenige Ausnahmen in den Hintergrund. Stattdessen dreht sich alles um in höchster Eile geschmiedete Pläne, die zunächst glatt zu laufen scheinen, dann aber oft genug wie Seifenblasen zerplatzen. Obwohl die Fortsetzung der Serie durchaus ihre Spannungspunkte besitzt, dreht sich die Handlung oft im Kreis. Auch weil die wichtige Frage, welche moralischen Grenzen sich durch den Überlebenskampf verschieben, nur oberflächlich thematisiert wird.


Quelle: teleschau – der Mediendienst