In der Arbeitswelt ersetzen maschinengesteuerte Systeme mehr und mehr den Menschen. Und die Roboter werden noch viele weitere Tätigkeiten übernehmen. Ist die Gesellschaft auf radikale Umbrüche vorbereitet?

Jeder kennt ihn, den Postboten seines Viertels. Oder die Kassiererin im Supermarkt, die schon jahrelang auf ihrem Platz am Laufband sitzt und verwundert die Augen rollt, wenn mal nicht das Übliche im Einkaufwagen gelandet ist. Beide Jobs, der des Postboten und der Kassiererin, wird es in einer nahen Zukunft nicht mehr geben. Beide Menschen werden ersetzt sein durch maschinengesteuerte Systeme. Roboter oder Drohnen bringen die Post, den Einkauf scannt jeder bitteschön selbst.

Ob man sie nun als Erleichterung empfindet oder als Bedrohung und Konkurrenz: Intelligente Maschinen haben schon heute viele Bereiche der Arbeitswelt erobert. Sie sind Köche in Fast-Food-Restaurants, Polizisten in Dubai, Dirigenten in Pisa und massenhaft Fabrikarbeiter in der Industrie. Im Film von Vincent Lepreux und Martin Mischi ist nicht nur zu sehen, wie sie funktionieren. Die Dokumentionen gibt viel mehr einen Ausblick darauf, wie Künstliche Intelligenz auch weitere Bereiche übernehmen wird.

Ein Beispiel unter anderem aus China zeigt, wie sich jeder eine schöne neue voll technisierte Welt vorstellen darf. In einem Postverteilzentrum transportieren und sortieren 300 Roboter in nur einer Halle jeden Tag 70.000 Pakete. Dreiviertel der Angestellten wurden entlassen. Noch überwachen zehn Angestellte die Maschinen. Doch bald wird es in der Halle menschenleer sein.

Welche sozialen, gesellschaftlichen und politischen Folgen wird das alles haben? Im Anschluss an die Wissenschaftsdoku am Donnerstagabend bei 3sat diskutiert Gert Scobel auch dieses Thema an. In seiner Diskussionsrunde ab 21 Uhr beschäftigt sich der Gastgeber diesmal mit einem "Bewusstsein für Roboter". In seiner Runde sind unter anderem Wissenschaftler und IT-Experten. Sie zählen beispielsweise auf, dass sich jedes Jahr die Menge an Daten, die die User produzieren, verdoppeln. Und genau so würden sich auch die Chancen erhöhen, autonome informationsverarbeitende Systeme zu entwickeln.


Quelle: teleschau – der Mediendienst