Heutzutage muss sich der durch die ZDF-Sendung "Bares für Rares" bekannt gewordene Kunst- und Antiquitätenhändler Wolfang Pauritsch keine finanziellen Sorgen mehr machen. Doch das war mal ganz anders, wie er nun in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" preisgab.

So erklärt der 47-jährige Österreicher, dass Mitter der 1990er in eines seiner beiden Auktionshäuser im Allgäu eingebrochen wurde: "Über Nacht hatte ich 150.000 D-Mark Schulden, und fast komplett an Leute aus dem Ort, die mir Wertsachen anvertraut hatten."

Die Situation im Ort sei im Anschluss sehr hart für ihn gewesen: "Die haben mit dem Finger auf mich gezeigt: 'Das ist der österreichische Verbrecher, ich hab's immer schon gesagt.'" Nachdem er jedoch einen lukrativen Job in einem Auktionshaus in Frankfurt ergattern konnte, war es ihm möglich, seine durch den Raub verursachten Schulden bei den Gläubigern zu begleichen: "Nach exakt einem Jahr, im Februar 1997, habe ich die letzte Rate von 500 Mark überwiesen."

Mittlerweile ist Pauritsch durch sein Engagement in Horst Lichters Trödelshow-Dauerbrenner deutschlandweit bekannt. Doch das ist für ihn Fluch und Segen zugleich, denn auf dem Flohmarkt kann er sich nicht mehr unauffällig unter die Leute mischen: "Die Leute erkennen mich an der Stimme. Jeder, der auf dem Flohmarkt steht, schaut die Sendung." Gute Deals zu machen, sei dabei die größte Herausforderung für den gebürtigen Innsbrucker: "Die 30-Euro-Vase, die ich mir näher anschaue, kostet danach 100. Weil: Wenn ich die in die Hand nehme, muss sie ja was Besonderes sein."


Quelle: teleschau – der Mediendienst