Quo vadis Europa? Diese Frage stellt eine ARD-Dokumentation, die junge Menschen in ganz Europa nach ihren politischen Ideen fragt. Die Meinungen gehen dabei teils weit auseinander.

Die Jugend ist politisch wie lange nicht. Nach dem Vorbild der Schwedin Greta Thunberg gehen Tausende junger Menschen bei den "Fridays for Future"-Demos auf die Straßen, um für mehr ökologisches Bewusstsein und so für eine bessere Zukunft zu sorgen. Aber wird sich diese Politisierung auch bei den anstehenden Europawahlen vom 23. bis 26. Mai bemerkbar machen? Welche Themen treiben junge Wähler neben dem Umweltschutz noch um? Und welchen Wert schreiben sie der EU zu? Für ihre 45-minütigen Dokumentation haben die Filmemacher Julia Lehmann und Tobias Seeger junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen getroffen.

Um Vorurteile abzubauen, setzen sich Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer für kostenlose Interrailtickets für junge EU-Bürger ein. Bettina Wolff hat als Gründerin des "Young European Movement Warwick" eine überparteiliche Plattform für Menschen unter 35 etabliert. Und Influencerin Diana zur Löwen versucht, via Instagram für die EU zu werben.

Doch der sehenswerte Beitrag beleuchtet auch die andere Seite der Medaille und lässt EU-Kritiker zu Wort kommen. Martin Sellner etwa gehört der "Identitären Bewegung" an und will für mehr Patriotismus und weniger Zuwanderung sorgen. Außerdem zeigt der Filmbeitrag griechische Jugendliche, die wegen Arbeitslosigkeit und schlechter Zukunftsaussichten ihren Glauben an die europäische Idee verloren haben.


Quelle: teleschau – der Mediendienst