Mischa Oberländer und Hannah Zeiler haben es in ihrem fünften Fall als deutsch-österreichisches Kommissaren-Duo in "Die Toten vom Bodensee – Abgrundtief" mit Leichten zu tun, die "nicht verwesen". Seltsam konserviert, bewohnen sie nach der Sage die dunklen Tiefen des Sees.

Das Mädchen, das nun, umschlungen mit Eisenketten, im See gefunden wird, schlummerte immerhin 15 Jahre auf dem Grund. Marie hatte einen Gen-Defekt: Down-Syndrom, Trisomie 21. Die Eltern, Vater und Stiefmutter, so stellt sich bei einem ersten Verhör heraus, hatten die Tochter nicht sofort als vermisst gemeldet. Zudem hatte sich Maries leibliche Mutter wohl aus Schuldgefühlen heraus das Leben genommen.

Bei der Untersuchung der Leiche wird Maries Schwangerschaft festgestellt. Unklar ist, ob das behinderte Mädchen vergewaltigt wurde oder eine heimliche Liebesbeziehung hatte. Die weiteren Ermittlungen ergeben, dass sich damals etliche Personen in der Ortsgemeinschaft durch das laute Mädchen und ihre Behinderung gestört fühlten. Marie, die zweifellos auf grausame Weise ermordet wurde, hatte noch Wochen nach ihrem Verschwinden Briefe geschrieben.

Spannender Whodunit-Krimi (Buch: Timo Berndt, Regie: Hannu Salonen), der zahlreiche Blindspuren legt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst