Während in Australien mit den Waldbränden zu kämpfen hat, ziehen zwölf Promis ins "Dschungelcamp". RTL trifft entsprechende Vorkehrungen, doch natürlich gibt es auch Kritik an der Ausstrahlung. Nun haben sich Kandidat Raúl Richter und Dr. Bob zur Katastrophe geäußert.

Während die Kandidaten zwar auf das übliche Lagerfeuer verzichten und beim Rauchen etwas aufpassen müssen, ansonsten aber wohl wenig mit den Buschbränden zu tun haben werden, ist die australische Crew der TV-Produktion auch persönlich betroffen. "Gestern war das nächste Buschfeuer noch 27 Kilometer von meinem Haus entfernt, heute Morgen nur noch fünf. Meine ganze Heimatstadt ist leer", sagte Dr. Bob in einem RTL-Interview über die Situation in Australien. "Diese Situation bricht mir fast das Herz."

Trotzdem findet er es richtig, dass das "Dschungelcamp" wie geplant gesendet wird. "Die Brände sind hunderte Kilometer entfernt, wir sind hier sicher. Außerdem ist die Arbeit vor Ort für viele meiner australischen Kollegen eine wichtige Einnahmequelle", erklärt Dr. Bob.

Schauspieler Raúl Richter zog sich mit einem Instagram-Post zu den Waldbränden dagegen einen kleinen Shitstorm zu. Er rief zu Spenden auf und betonte: "Ich will meine aktuell gute Reichweite dazu nutzen, um euch für das Thema Klimawandel zu sensibilisieren." Viele Nutzer kritisierten, es sei scheinheilig, über den Klimawandel zu sprechen und dann Tausende Kilometer nach Australien zu fliegen, um am "Dschungelcamp" teilzunehmen. 

In einem späteren Kommentar unter dem Post reagierte Richter: "Um das nochmal klarzustellen: Wir haben alle Verträge unterschrieben und sind verpflichtet diese einzuhalten! Natürlich spende ich auch einen Teil meiner Gage. Statt feindliche Kommentare zu schreiben, soll man sich lieber überlegen, welchen Teil man selbst beitragen kann."

Wie RTL mitteilte, wird es in diesem Jahr besondere Vorkehrungen geben. Um offenes Feuer zu vermeiden, ersetzt eine Gaskochstelle das Lagerfeuer im Dschungelcamp. Aufgrund der anhaltenden Dürre im Umkreis des Dschungelcamps wurden alle bestehenden Evakuierungspläne für die Mitarbeiter und die prominenten Camper noch einmal eingehend überprüft. Gleich zwei unabhängig voneinander laufende Alarmsysteme informieren über Sirenen und Horn alle Personen über einen Notfall. 

Für die Raucher gelten neue Regeln: Rauchen ist nur im Campzentrum erlaubt. Der Teamchef hat als Einziger ein Spezialfeuerzeug, das von Sicherheitskräften freigegeben wurde. Zigarettenstummel wandern direkt in eine verschließbare Box.


Quelle: areh